Die Post steigt mit einer Akquisition in den PKI-Markt ein
Die Schweizerische Post plant einen digitalen Poststempel. Damit soll der rechtsgültige und sichere digitale Austausch elektronischer Daten ermöglicht werden. Dazu hat sie rückwirkend auf den 1. Juni 2005 die Zürcher SwissSign AG zu 100 Prozent übernommen. Vorherige Besitzer des Unternehmens waren einige Gründer und Mitarbeiter sowie in einer Minderheitsbeteiligung der St. Galler ERP-Software-Anbieter Abacus Research. SwissSign ist Anbieterin von Public-Key-Infrastrukturen (PKI) und 2001 als Joint Venture zwischen den Unternehmen S.W.I.S. GROUP, think digital und SwissSecure entstanden. Das Unternehmen soll nun in den Post-Konzern integriert und als Profit-Center im Geschäftsfeld Mail geführt werden. CEO Joseph Doekbrijder und CTO Michael Hauber werden in ihren bisherigen Funktionen dem unternehmen erhalten bleiben, teilt die Post mit.
Der Post wurden schon lange Ambitionen im PKI-Bereich nachgesagt, doch hatte sich der gelbe Riese noch nicht zur Zertifizierung durch die KPMG als die einzige vom Bund anerkannte Zertifizierungsstelle angemeldet. Die nun übernommene SwissSign hingegen steht kurz vor dem Abschluss der Zertifikation, das Pre-Audit ist bereits abgeschlossen. SwissSigns PKI-Lösung soll nun in incaMail, die Dokumentenaustauschplattform der Post, integriert werden. Als Registrierstellen zur Identifikation von Antragstellern auf eine elektronische Identität sollen die 2500 Schweizer Poststellen zum Einsatz kommen.
In Abacus konnte die Post auch gleich den ersten strategischen Partner für incaMail finden: Die St. Galler werden künftig alle Datenaustauschprozesse ihrer "digital erp"-Lösung über die incaMail-Plattform der Post abwickeln.
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