Die Schweizer Bevölkerung begrüsst die Einführung elektronischer Patientendossiers
Wie aus dem Publifocus-Bericht vom Zentrum für Technologiefolgenabschätzung TA-SWISS hervorgeht, ist die Mehrheit der Schweizer Bürgerinnen und Bürger für die Einführung elektronischer Patientendossiers. Die Mehrheit sei der Meinung, dass es dabei zuwenig Anreiz zu einem Datenmissbrauch gebe. Auch bei einem Umzug in einen anderen Kanton oder in ein anderes Land wird seitens der Befragten eine Vereinfachung erwartet. Eine elektronische Datenablage könne zudem einen Arztwechsel oder gar die Kommunikation unter den Ärzten leichter gestalten.
Die Interessensvertreter der Patienten warnen ihrerseits vor einer Einschränkung der Leistungen und Kontrolle durch die Versicherungsgesellschaften, ebenso wie vor dem Mehraufwand, der durch die Datenbearbeitung entstehen würde. Die Interessengruppen würden zudem einen eventuellen elektronischen Dienst auf kantonaler Ebene vorziehen, während die Befragten sich für eine Regelung auf Bundesebene aussprechen.
In einem Punkt ist man sich allerdings einig: Ein elektronisches Patientendossier dürfe nicht obligatorisch sein. Sowohl den medizinischen Fachpersonen als auch den Patienten sollte es freigestellt werden, eine elektronische Krankenakte zu führen, beziehungsweise führen zu lassen.
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