Drei Ostschweizer RBA-Banken wechseln von Ibis auf Finnova

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von fgr@netzwoche.ch
Die drei Ostschweizer Banken Alpha Rheintal Bank, Bank CA St. Gallen und die Swissregiobank wechseln auf die IT-Plattform des Bankensoftwareherstellers Finnova. Als Mitglieder des RBA-Verbundes hatten sie bis anhin die Plattform Ibis von RTC genutzt. Die drei Banken hatten ihren IT-Dienstleister Finanz-Logistik aus St. Gallen damit beauftragt, die bestehenden Kooperations- und Sourcing-Partnerschaften zu überprüfen. Finanz-Logistik kam zum Schluss, dass die Plattform Ibis „heute nicht mehr auf dem aktuellsten Stand ist und zudem wenig strategisches Potenzial bietet“. Seit Ende 2005 erneuert RTC Ibis zwar, doch gemäss Finanz-Logistik „verzögert sich das Projekt stetig und birgt einige Unsicherheiten in sich, insbesondere betreffend Kosten, Termine und Machbarkeit“. Finanz-Logistik schlug als Alternative die Bankenplattform Finnova vor. Die Verwaltungsräte der drei Aktionärsbanken folgten diesem Antrag. Damit werden die drei Banken ab 2009 die Finnova-Plattform nutzen, womit Finanz-Logistik neben dem Betrieb von Ibis auch Finnova anbieten wird. Die Wahl des Betriebs- und Migrationspartners wird in den nächsten Monaten erfolgen. Aus ähnlichen Gründen gab vor einem Monat die Migros Bank bekannt, von Ibis auf Finnova zu wechseln. Und es könnten noch weitere RBA-Banken auf Finnova wechseln. Denn die drei Ostschweizer RBA-Banken wollen an der RBA-Pool-Mitgliederversammlung im Dezember einen Antrag stellen, dass auch alternative Informatikplattformen anstelle der heute genutzten Ibis-Lösung zugelassen werden. Bis heute setzt eine Mitgliedschaft im RBA-Verbund voraus, dass Ibis eingesetzt wird. Vorauszusagen, wie sich die Vertreter an der RBA-Mitgliederversammlung entscheiden werden, sei aufgrund der Zusammensetzung schwierig, meinte Stephan Weigelt, VR-Präsident von Finanz-Logistik und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bank CA St. Gallen, gegenüber dem Netzwocheticker. Es sei erklärter Wille der drei Banken, auf Finnova zu wechseln, und man werde sich für eine Öffnung einsetzen. Was geschieht, sollten die RBA-Mitglieder gegen eine Öffnung sein, ist noch offen. „Wir könnten trotzdem bei Ibis bleiben, wir könnten unser Recht, auf Finnova zu wechseln, erkämpfen, oder wir könnten aus dem RBA-Verbund austreten“, zeichnet Weigelt die drei Möglichkeiten auf.