Elektrosmog-IG wehrt sich gegen Handy-TV-Antennen
Swisscom erwartet für sein geplantes Handy-TV von weiterer Seite Ungemach: Die Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener Gigaherz will gegen die für die Ausstrahlung nötigen Antennen Beschwerde einreichen.
Swisscom hat zwei Baugesuche gestellt, um die beiden Sendeanlagen am Zürichberg und am Ulmizberg bei Bern mit Antennen für DVB-H erweitern zu können, wie auf der Website von Gigaherz einzusehen ist. Man wolle in zwei Musterprozessen bis vors Bundesgericht gehen, heisst es auf der Website. Bereits während des Versuchsbetriebs in Bern habe man alarmierende Strahlungswerte gemessen, erklärt Hans-Ueli Jakob von der IG Gigaherz gegenüber 20 Minuten. „Die Leistung der Handy-TV-Anlagen ist rund zehnmal stärker als die einer normalen Mobilfunkantenne“, so Jakob.
„Unsere Sender erfüllen alle Auflagen der Behörden. Wir haben schon mehrere Bewilligungen erhalten“, erwidert Swisscom-Sprecher Sepp Huber. In einer ersten Phase werden 26 neue Sender installiert. „Wir arbeiten mit Hochdruck an unserem Netz, damit wir bis zur Euro 08 eine gute Abdeckung erzielen.“ Denn die Comcom will, dass an der Fussball-Europameisterschaft 2008 in den Austragungsstädten Basel, Bern, Zürich und Genf erste TV-Sendungen übers Handy empfangen werden können.
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