EU-Gericht entscheidet noch vor Weihnachten im Fall Microsoft
Das EU-Gericht gab gestern bekannt, sich noch vor Weihnachten, vom 18. bis 20. Dezember, mit dem Bussgeld von 497 Millionen Euro zu befassen, das die EU-Kommission im Kartellverfahren Microsoft aufgebrummt hat. Der zuständige Richter gab an, sich auf die Aussagen von Novell und der Computer and Communications Industry Association (CCIA) stützen, obwohl sich beide Anfang Monat im Rahmen eines Vergleichs mit Microsoft aussergerichtlich geeinigt hatten. Novell erhielt 536 Millionen Euro. Wie gestern bekannt wurde, bekam die CCIA 20 Millionen Dollar von Microsoft. Der Verbandsvorsitzende Edward Black soll 9,75 Millionen erhalten haben, wie das Wall Street Journal meldet. Microsoft hatte die EU-Geldbusse im Juli zwar bezahlt, aber nachträglich Berufung eingelegt. Damit wollten die Redmonder bewirken, dass die Sanktionen, die mit der Kartellrechtsklage verbunden sind, bis zum endgültigen Entscheid aufgehoben sind. Microsoft rechnete damit, dass es sich dabei um Jahre handelt – nun könnten es bloss Wochen sein.
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