EU prüft Teilung der Telcos in Netze und Dienste

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von fgr@netzwoche.ch
Die EU-Kommission prüft die Trennung der grossen Telekomkonzerne in Netze und Dienste. Dabei müssten die grossen Telcos, wie es in Grossbritannien durch BT bereits der Fall ist, ihre Netze an Betreibergesellschaften auslagern und müssten sie zu den gleichen Konditionen nutzen wie ihre Konkurrenten. Dies sagte die zuständige Kommissarin Viviane Reding gestern in Brüssel. Reding will mit dieser Massnahme den Wettbewerb weiter beleben. "Die Öffnung der Telekommunikationsmärkte ist gewiss einer der grössten Erfolge der EU, wie man an sinkenden Tarifen und verbesserten Dienstleistungen ablesen kann", sagte sie. Zwölf Jahre nach dem Ende der Staatsmonopole sei das Potenzial aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Reding betonte allerdings auch, dass die Kommission derzeit keine Macht habe, die Massnahmen durchzusetzen. Die EU-Kommission wolle vor der Sommerpause ihre Reformvorschläge vorlegen. Bis 2009 sollte das Gesetzesverfahren abgeschlossen sein, dann könnten die neuen Telekom-Regeln 2010 in Kraft treten, so Reding. Auch in der Schweiz gibt es Stimmen, die einen solchen Schritt stark befürworten.