Google klagt gegen Microsoft wegen Vista-Desktop-Suche

Uhr | Aktualisiert
von fgr@netzwoche.ch
Google hat gegen Microsoft eine Beschwerde wegen Wettbewerbsbehinderung eingereicht. Dies berichtet das Wall Street Journal in seiner Ausgabe von heute Montag. Google kritisiert Microsoft, weil das Softwareunternehmen durch die Integration von MSN für die Desktop-Suche im Betriebssystem Vista es den Nutzern erschwere, ein Konkurrenzprodukt zu nutzen. Für den Nutzer von Vista sei es praktisch unmöglich, die Indexierung der Microsoft-Desktop-Suche abzuschalten, wirft Google Microsoft gemäss der Wirtschaftszeitung vor. Bei der Nutzung einer anderen Desktop-Such-Software werde die Rechnerleistung damit automatisch ausgebremst. Bereits vor dem Start von Vista hatten Google und andere, darunter Symantec, öffentlich befürchtet, Microsoft könnte seine Marktmacht nutzen, die eigenen Produkte zu fördern, und dabei auch gegen die Kartell-Auflagen verstossen. Wie das Wall Street Journal weiter schreibt, sehen Branchenbeobachter im jetzigen Einreichen einer Klage beim Justizministerium aber auch eine Retourkutsche von Google: Dies, weil Microsoft anlässlich des Kaufs von Doubleclick bei den Wettbewerbsbehörden angeklopft hatte. Ende Mai hat die US-Wettbewerbsbehörde eine Voruntersuchung zu Googles Übernahme der Onlinewerbefirma Doubleclick eingeleitet.