Handout Swiss Banking 2010: Neue Player beim IT-Outsourcing im Bankensektor
Im Bereich der Sourcing-Entscheidungen im Schweizer Bankensektor hat sich die Swisscom-Tochter Comit mit einem Marktanteil von 59 Prozent als Marktleader etabliert. Sowohl bei den Banken mit mehr als 500 Mitarbeitern (40 Prozent) als auch bei den eher kleineren Banken (64 Prozent) nimmt Comit die Spitzenposition ein. Diese Zahlen gehen aus der aktuellen Marktanalyse „Handout Swiss Banking 2010“ von Active Sourcing hervor.
Doch die Konkurrenz schläft nicht: Mit dem Outsourcing-Vertrag mit RTC Real-Time-Center, Betreiber von Ibis, konnte HP auf Anhieb einen grossen Fuss in den Markt setzen. Auch Econis, die mit dem Gewinn der Säntis-Banken den Konkurrenten Swisscom IT Services ablösen wird, hat im Banken-Markt erste Spuren hinterlassen.
IT-Outsourcing spielt bei den Schweizer Banken eine wichtige Rolle: Mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der in der Untersuchung erfassten Banken verfügen über mehr oder weniger ausgeprägte Erfahrungen mit Auslagerungen von Informatikbereichen. Bei den Banken mit weniger als 500 Mitarbeitern sind es sogar 73 Prozent. Mit dem Gewinn der insgesamt 45 RBA-Banken, die von Ibis auf die Finnova-Plattform wechselten, konnte Finnova seinen Marktanteil auf 32 Prozent steigern. Die Konkurrenten Avaloq (17 Prozent) und Apsys (15 Prozent) folgen folgen auf den Plätzen zwei und drei. Wenn man die Anzahl Mitarbeiter der Banken berücksichtigt, zeigt sich Avaloq mit 41 Prozent Marktanteil als Marktführer. Finnova weist in dieser Ansicht 13 Prozent Marktanteil auf und liegt damit noch hinter den Banken mit Eigenlösungen (16 Prozent). In der Gewichtung nach Personalbestand kann Finnova lediglich bei den Banken mit weniger als 500 Mitarbeitern die Spitzenposition einnehmen (29 Prozent).
Insgesamt 21 von 24 Kantonalbanken setzen weiterhin auf IT-Outsourcing. Dabei verfolgen 12 Banken eine Dual-Sourcing-Strategie, während 8 Kantonalbanken ihre IT einem einzigen IT-Dienstleister anvertrauen. Die steigende Beliebtheit von Dual-Sourcing sei vor allem auf die höhere Flexibilität und das Vermeiden von Abhängigkeiten zurück zu führen. Aber auch die Verteilung von Know-How auf mehrere Partner sowie die klare Abgrenzung zwischen Rechenzentrum-Services und Application Management würden eine Rolle spielen, heisst es im Bericht.
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