Konservative Schweizer HR-Abteilungen wünschen sich eine bessere IT-Unterstützung
Die Schweizer Personalabteilungen sind konservativ: Zwar werden heute schon sieben von zehn Stellenanzeigen über eine Internetstellenbörse ausgeschrieben (Netzticker-Meldung von letzter Woche), die Bewerbungen wollen die HR-Verantwortlichen allerdings mit Vorliebe in Form der traditionellen Bewerbungsmappe. 45 Prozent gaben in einer Befragung des Karriereportals Monster.ch unter den Top-500-Unternehmen dieser Form den Vorzug. Für Bewerbungen via E-Mail sprachen sich 28 Prozent aus. Mit 15 Prozent Zustimmung in der Gunst der Personalverantwortlichen weit abgeschlagen sind Bewerbungen per Onlineformular – obwohl dieses Verfahren am effizientesten wäre. 11 Prozent haben keine eindeutige Präferenz.
Progressiver geben sich deutsche Unternehmen. Bei unseren Nachbarn im Norden wünscht nur gerade jedes zehnte Unternehmen die Einreichung der Unterlagen auf dem Postweg. Die Haltung der Schweizer Kollegen ist jedoch nicht in Stein gemeisselt: Bis 2012 will offenbar nur jeder vierte befragte Personalverantwortliche an der physischen Bewerbungsmappe festhalten.
Die Ausschreibung entscheide aber wesentlich über die Form der Einreichung, so eine Schlussfolgerung von Monster: Die Kandidaten selbst hätten keine eindeutigen Präferenzen, sondern wählten den Kanal nach der in der Anzeige abgedruckten Adressangabe. Stehe da eine Postadresse, signalisiere das den Bewerbern, dass der Postweg erwünscht sei. Tatsächlich gehen denn auch beinahe zwei Drittel aller Bewerbungen als Mappe ein.
Trotz der heute vorherrschenden konservativen Haltung wünschen sich die HR-Abteilungen doch eine stärkere Unterstützung von der IT in allen Teilprozessen. Nur etwas mehr als ein Drittel sind mit der Unterstützung bei der Ausschreibung zufrieden und jeder sechste HR-Manager würde sich Hilfe beim Management der eingegangenen Bewerbungen wünschen.
Die Ergebnisse entstammen der Studie „Recruiting Trends 2008 Schweiz“. Die ganze Studie kann bei Monster Schweiz bezogen werden.
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