Microsoft droht Mega-Busse

Uhr | Aktualisiert
Im EU-Kartellverfahren gegen Microsoft droht dem Software-Giganten eine Rekordstrafe. Wie diverse Agenturen berichten, plant EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti gegen Microsoft eine Busse von rund 100 Millionen Euro zu verhängen. Microsoft missbrauche seine marktbeherrschende Position mit dem Betriebssystem Windows in unzulässiger Weise. Besonders stossend sei gemäss Einschätzung der EU-Kommission, dass das Betriebssystem im Paket mit dem Microsoft Media Player ausgeliefert wird. Die EU-Kommission will Microsoft dazu bringen, Windows auch ohne Media Player anzubieten, damit Wettbewerber nicht benachteiligt werden. Die EU will Microsoft zudem dazu verpflichten, der Konkurrenz ausreichende Informationen zur Verfügung zu stellen, damit diese Programme erstellen können, die problemlos mit Microsoft-Produkten harmonieren. Der offizielle Entscheid der EU-Kommission soll im März gefällt werden. Ob sich Bill Gates von der EU-Kommission auf tugendhaftere Pfade zwingen lässt, ist zweifelhaft. Am 29. Januar verkündete Microsoft, dass das Unternehmen in einem anderen Streit - es geht um einen Patentstreit in den USA betreffend den Internet Explorer (IE) - nicht nachgeben will.