Microsoft unter Druck vom US-Justizministerium

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Microsoft hat sich bereit erklärt, Softwareherstellern den Zugang zum Windows-Quellcode weiter zu vereinfachen. Mit diesem Entscheid reagiert Microsoft auf die Forderungen des US-Justizministeriums, wie das Wall Street Journal am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise berichtete. Nach einer Prüfung der bisherigen Umsetzung der aussergerichtlichen Einigung mit dem Konzern in dem seit Jahren andauernden Kartellprozess habe das Ministerium weitere Zugeständnisse von Microsoft eingefordert. Bei den elf Firmen, die zur Zeit im Besitz von Windows-Quellcode Lizenzen sind, handle es sich lediglich um kleine Nischenhersteller. Solange nicht auch grössere Konkurrenten von Microsoft Zugang zu diesen Codes haben, seien noch keine akzeptablen Bedingungen für eine Lizenzierung vorhanden, so der Prüfungsbericht. Aufgrund einer weiteren Auflage im Kartellrechtsverfahren gegen Microsoft, welche die Verknüpfung von Betriebssystem und Internet Explorer zum Gegenstand hat, wird Microsoft sein Betriebssystem Windows XP ändern. Grund ist ein "Shop for Music Online"-Button im Windows XP, der sich automatisch im Microsoft Internet Explorer öffnet, auch wenn der User einen anderen Browser installiert hatte. Microsoft habe sich aber gegenüber dem US-Justizministerium verpflichtet, es dem Konsumenten zu ermöglichen, den IE zu entfernen um ein Konkurrenzprodukt zu installieren. Mit diesem Button jedoch habe Microsoft laut Justizministerium jene Auflage geschickt umgangen. Microsoft wird die Änderung vornehmen, betont jedoch, dass die Modifikation aus geschäftlichen Erwägungen erfolge und nicht, weil der Konzern gegen die Kartellrechts-Einigung verstossen habe.