Onlinehandel spürt nichts von der Krise - im Gegenteil

Uhr | Aktualisiert
von cwe@netzwoche.ch
Wie die Studie „Detailhandel Schweiz 2009“ des Verbands des Schweizerischen Versandhandels (VSV) und des GfK zeigt, legte der Onlinehandel im letzten Jahr massiv zu. Inzwischen, so die Studie, verdankt die Branche das Wachstum komplett dem Onlinehandel: Im Jahresvergleich ist dieser im 2008 um 17 Prozent gewachsen. Während 2002 der Bestellanteil des Onlinehandels am Versandhandel lediglich 2,5 Prozent betrug, waren es 2008 bereits 41 Prozent. Am stärksten haben Online-Lebensmittelhändler wie Leshop und Coop@home zugelegt. Daneben wurden vor allem Textilien, Heimelektronik, Bücher und Lebensmittel nachgefragt. Insgesamt wurden 2008 haben Privatkunden 4,65 Milliarden Franken für Katalog- und Online-Einkäufe ausgegeben, wobei der Kataloghandel zugunsten des Internets rasch an Boden verliert. Einen grossen Anteil am Online-Handel haben auch die Auktionsplattformen wie eBay oder ricardo.ch. Über diese Plattformen wurden 2008 wurden Waren im Wert von 0,8 Milliarden Franken gehandelt. Für das laufende Jahr erwarten GfK und VSV, dass der Online- und Distanzhandel weiter wachsen wird. Die steigende Preissensitivität und die Transparenz des Internets werden diesen Trend stützen und noch mehr Kunden ins Internet locken, so die Einschätzung. Ausserdem erwartet der VSV, dass weitere Unternehmen aus dem stationären den Schritt in den Online-Handel aber auch das Kataloggeschäft wagen müssen. C&A, H&M aber auch Media Markt hätten diese Schritte andernorts bereits vollzogen, in der Schweiz dürfe man diese ebenfalls erwarten.
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