Revidiertes Fernmeldegesetz: Swisscom will 31 Franken für den Telefonanschluss

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von sst@netzwoche.ch
Mit dem Inkrafttreten des revidierte Fernmeldegesetzes (FMG) am 1. April muss Swisscom den Konkurrenten das Kupfer-Anschlussnetz zugänglich zu machen. Der Endkunde wird in Zukunft also wählen können, ob die Rechnungsstellung für den Teilnehmeranschluss wie bisher durch Swisscom Fixnet oder durch einen anderen Telco erfolgen soll. Wie Swisscom heute mitteilt, will der Ex-Monopolist von der Konkurrenz für bestehende Teilnehmeranschlussleitungen 31 Franken pro Monat und pro Teilnehmeranschlussleitung verlangen. Swisscom-Kunden sollen aber nach wie vor 25,25 Franken pro Monat für den Anschluss bezahlen. Für die Ermittlung des Preises von monatlich 31 Franken habe man die vom Regulator vorgegebene LRIC-Methode umgesetzt, erklärt Swisscom. Bei dieser Methode werde von einem effizienten Anbieter ausgegangen, der heute ein solches Netz bauen würde. Dass diese Methode in der Schweiz zu einem Preis führe, der höher liege als der europäische Durchschnittswert von 17,50 Franken führt Swisscom auf die höheren Baukosten in der Schweiz zurück. Konkurrenten, denen dieser Preis zu hoch ist, könnten Sprachdienste über die kostengünstigere Interkonnektion anbieten, so Swisscom. Auch der Bitstream Access sowie Mietleitungen, dies betonte Swisscom einmal mehr, werden nicht unter die Entbündelung fallen. Wohl aber stünden der Konkurrenz weiterhin entsprechende Wholesale-Angebote zur Verfügung. Dass die alternativen Telekomunternehmen dagegen ankämpfen werden, erwartet man bei Swisscom durchaus. Dazu Ueli Dietiker, Swisscom-Fixnet-CEO und stellvertretender Swisscom-CEO: "Es ist nun einmal das Schicksal eines Incumbents, dass es beklagt wird." Obwohl eben erst kommuniziert, stossen diese Berechnungen und Bestimmungen der Swisscom-Konkurrenz bereits sauer auf. "Mit diesem Preis wird der ULL-Wettbewerb von vornherein verhindert, und das, obwohl Schloter und Dietiker vor knapp einem Jahr vor versammelter Telco-Community sagten, Swisscom wolle keine Obstruktion mehr betreiben, wie zu Alders Zeiten", schreibt etwa Fredy Künzler, CEO des ISPs Init7, auf seinem Blog Blogg.ch.