Solpa wird aufgelöst: Würgt Swisscom den kleinen Providern die Luft ab?
Der Service-Provider Solpa wird seine Betriebstätigkeit einstellen: Das Swisscom-Monopol auf der Letzten Meile habe eine wettbewerbskonforme Kostenstruktur verunmöglicht. "Nach unserer Einschätzung war VoIP die einzige Möglichkeit, gegen die Ex-Monopolistin Swisscom zu bestehen", erläutert Solpa-CEO Hanspeter Tinner der Netzwoche rückblickend. Er habe jedoch die von der Swisscom vorgegebene Kostenstruktur für die Letzte Meile unterschätzt: Die Miete für die Swisscom-Standleitungen frassen laut Tinner rund 40 bis 60 Prozent des Geschäftsertrags auf. "Die Swisscom kann mit ihren Preisen sozusagen entscheiden, wann sie Provider-KMUs wie uns die Luft abdreht", so Tinner. Trotz ansehnlichem Kundenportfolio, Solpa brachte unter anderem die SRG, die Mobiliar sowie die sechs Blutspendezentren des Kantons Bern ans IP-Telefon, war die Mittelbeschaffung laut Tinner seit Übernahme des Unternehmens am 1. Juli 2003 stets ein dringliches Thema.
Mehr über das Ende von Solpa erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der Netzwoche.
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