Swisscom gibt im Streit um Handy-ADSL-Bündel nach und reicht Angebot weiter

Uhr | Aktualisiert
von fgr@netzwoche.ch
Swisscom gibt im Streit um das Handy-ADSL-Bündel nach und offeriert den Konkurrenten das gleiche Angebot zum Wiederverkauf. „Wir bieten unseren Mitbewerbern neu nackte DSL-Leitungen zum Wiederverkauf an. Sie können bald flächendeckend integrierte Bündel anbieten“, kündigte Swisscom-CEO Carsten Schloter in einem Interview mit der NZZ am Sonntag an. Damit kann die Konkurrenz Breitbandangebote verkaufen, ohne dass die Kunden die Grundgebühr von 25,25 Franken monatlich für einen Telefonanschluss von Swisscom zahlen müssen, wenn sie über das Internet oder das Handy telefonieren. Swisscom lancierte ein solches Angebot, das Handy und Internet bündelt und damit einen Telefonanschluss überflüssig macht, Ende August und erzürnte damit die Konkurrenz. Sunrise und Orange reichten bei der Wettbewerbskommission ein Klage ein, weil Swisscom ihnen keine Wiederverkaufskonditionen angeboten hatte. Damit missbrauche Swisscom die marktbeherrschende Stellung, argumentierten Sunrise und Orange . Auch Weko-Vizepräsident Patrik Ducrey war der Meinung, dass das Angebot „ein kartellrechtliches Problem“ sein könnte.