Swisscom-Konkurrenz ist wütend wegen Handy-DSL-Bündel

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von jgr@netzwoche.ch
Das am Montag von Swisscom vorgestellte Angebotsbündel für Mobiltelefonie und DSL-Zugang erzürnt die Konkurrenz. Vor allem Sunrise reagiert heftig auf das neue Angebot: Sunrise-Sprecher Dominique Reber bezeichnete das Angebot gegenüber NZZ online als „Kriegserklärung an die Konkurrenz“. Sunrise wolle die Herausforderung selbstverständlich annehmen und verfüge auch über eine Kriegskasse für die nötigen Investitionen. Allerdings könne Sunrise aus technischen Gründen nicht vor Beginn des nächsten Jahres mit einem eigenen gebündelten Angebot nachziehen, so Reber weiter. Swisscom könne so bereits jetzt gewisse Zielgruppen vertraglich langfristig binden und habe dadurch einen massiven Vorsprung. Orange bietet zusammen mit VTX bereits ein Mobilfunk-DSL-Bündel an. Allerdings müssen die Kunden dabei nach wie vor die Festnetz-Anschlussgebühr zahlen. Orange-Sprecher Therese Wenger ging gegenüber der NZZ davon aus, dass Orange von Swisscom nun ein Angebot zu den gleichen Konditionen wie die Swisscom-Kunden erhält. Sie liess allerdings offen, ob dieses durch Verhandlungen oder durch rechtliche Schritte erreicht wird, nannte aber das Ganze einen weiteren Prüfstein für die Liberalisierung des Schweizer Telekommarktes. Gelassen sieht man dem Angebot bei Cablecom entgegen. Mediensprecher Hugo Wyler sagte der NZZ, dass man nicht direkt auf das Angebot reagieren wolle, die bisher betriebene Preissenkungspolitik aber auch in Zukunft weiterführen wolle. So gab Cablecom heute bekannt, für Kunden, die ein weiteres Cablecom-Produkt beziehen, und für Neukunden, die mindestens zwei Produkte bestellen, die Preise per 1. September massiv zu senken.