Swisscom schiebt Betty TV nach Deutschland ab
Dass der Verkauf der interaktiven Fernbedienung Betty TV „unter den Erwartungen“ liegt und man Optionen überprüfe, gab Swisscom bereits Anfang des Monats anlässlich der Präsentation der Halbjahrszahlen bekannt. Ein erster Schritt ist nun getan: Swisscom verlagert den operationellen Betrieb nach Deutschland. Für die 35 Mitarbeitenden in der Schweiz besteht ein Sozialplan.
Swisscom überlegt sich aber offenbar, ganz aus dem Geschäft Betty TV auszusteigen. Denn auch für Betty TV Deutschland würden „verschiedene strategische Optionen“ geprüft, teilt Swisscom heute mit.
Swisscom startete Betty TV vor einem Jahr. Dazu erwarb Swisscom Fixnet von der deutschen Betty Holding eine Lizenz und gründete Betty TV in Zürich. Im September 2006 übernahm dann Swisscom Fixnet die gesamte Betty TV Holding.
Betty TV dürfte Swisscom viel Geld gekostet haben. Swisscom hatte rund 300'000 Fernbedienungen produzieren lassen, in der Schweiz zählte Betty TV nach einem Jahr auf dem Markt allerdings nur 10'000 Kunden. Diese Fehleinschätzung habe das Betriebsergebnis im ersten Halbjahr um 60 Millionen Franken geschmälert, sagte Swisscom-CEO Carsten Schloter.
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