Swisscoms Fastweb-Pläne sind einen Schritt weiter
Swisscom hat gestern bei der italienischen Börsenaufsicht Consob die Angebotsunterlagen eingereicht. Falls die italienische Börsenaufsicht keine Einwände hat, wird Swisscom das Angebot den Aktionären unterbreiten, wie ein Swisscom-Sprecher gegenüber dem NetzwocheTicker sagte. Swisscom geht davon aus, dass die Angebotsfrist in der ersten April-Hälfte beginnen und voraussichtlich Mitte Mai enden wird.
Die Offerte zielt auf 100 Prozent der Aktien ab. Swisscom besitzt heute 1,74 Prozent der Fastweb-Aktien. Der Angebotspreis beträgt wie bereits angekündigt 47 Euro pro Aktie, womit Swisscom maximal 3,7 Milliarden Euro (rund 6 Milliarden Franken) bezahlen wird. Wie Swisscom gestern ergänzte, wird der Kaufpreis durch Bankkredite eines Konsortiums internationaler Banken finanziert. Dieses Konsortium habe eine Zusicherung abgegeben, dass es eine Garantie über den gesamten Betrag ausstellen wird.
Die Gefahr eines weiteren Bieters besteht auch nach dem Angebot an die Aktionäre weiterhin. Ein konkretes Gegenangebot wurde aber bis jetzt von niemandem abgegeben. Swisscoms Rezept gegen diese Möglichkeit ist ein möglichst rasches Vorgehen. Wie Swisscom-CEO Carsten Schloter gegenüber den Medien sagte, sieht er darin seinen strategischen Vorteil. Bis im Juni will Swisscom mindestens 50 Prozent plus eine Aktie erworben haben.
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