T-Online schreibt schwarz und freut sich über Paid Services-Boom
T-Online hat im Geschäftsjahr 2003 den operativen Gewinn von 74,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 320,7 Millionen Euro gesteigert. Nach einem Nettoverlust von 489,7 Millionen Euro im Jahr 2002 konnte T-Online im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von "nur" noch 37,7 Millionen Euro ausweisen. Im vierten Quartal 2003 resultierte ein Gewinn von 5,4 Millionen Euro, womit das Unternehmen zum zweiten Mal hintereinander ein schwarzes Quartal vermelden kann. Der Umsatz stieg im Gesamtjahr 2003 von 1,6 Milliarden auf 1,9 Milliarden Euro. Die Zahl der Kunden nahm um 7,3 Prozent auf 13,1 Millionen zu. Im Breitbandsegment stieg die Anzahl Kunden um 27 Prozent auf 3,57 Millionen. T-Online erwirtschaftet noch über 90 Prozent des Umsatzes im Heimmarkt und ist damit stärker auf den Heimmarkt fokussiert ist als die beiden grossen europäischen Mitbewerber Tiscali und Wanadoo. Allerdings ist der Umsatzanteil des internationalen Geschäfts von 7,9 auf 9,2 Prozent angewachsen. Fast ein Fünftel der Kunden von T-Online wohnt ausserhalb Deutschlands. Zu den Höhepunkten des vergangenen Geschäftsjahrs gehörten die Übernahme der Scout24-Gruppe, sowie der Launch der Plattform Musicload. Diese soll im Jahr 2004 von 100'000 auf 300'000 Titel ausgebaut werden. Im Bereich Paid Services verkaufte T-Online im Jahr 2003 700'000 Bündelprodukte wie Antivirus-Pakete oder E-Mail-Zusatzleistungen. "Nach Jahren der Kostenlos-Kultur hat sich das Internet jetzt immer stärker als Vertriebsplattform für hochwertige Inhalte und Dienstleistungen etabliert. Wir wollen diesen Trend auch in Zukunft weiter aktiv mitgestalten", sagt Thomas Holtrop, Vorstandsvorsitzender der T-Online International AG.
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