Tele2 geht preislich und juristisch gegen Cablecom vor
Das per 1. Juli für die breite Öffentlichkeit angekündigte Festnetztelefonie-Angebot der Cablecom bringt die alternativen Telekommunikationsanbieter in der Schweiz ins Schwitzen. Anders als die Cablecom können sie sich wegen der an die Swisscom zu zahlenden Interkonnektionsgebühren sowie mangels Einkünften aus der Grundgebühr das Angebot einer Flatrate nicht leisten. Gratistelefonie wie bei Cablecom wird es also bei Tele2 und Co. nicht geben. Deshalb will Tele2 Cablecom nun auf andere Weise Paroli bieten. Zum einen werde in Erwägung gezogen, die Minutenpreise für Auslandanrufe weiter zu senken. Wie Roman Schwarz, CEO bei Tele2 Schweiz, gegenüber der Netzwoche sagte, gebe es hier dank des paneuropäischen Netzwerkes noch Spielraum. Zum anderen will Tele2 auch juristisch gegen Cablecom vorgehen: In einem am Freitag verfassten offenen Brief an die Wettbewerbskommission WEKO verlangt das Unternehmen eine Vorabklärung, ob die Cablecom gegen das Kartellrecht verstosse. Das Cablecom-Angebot bündele mehrere Kommunikationsangebote, womit die Telefonie quersubventioniert werde. Dieser Umstand bedinge ein Wiederverkaufsangebot, so die Ansicht bei Tele2. Mehr dazu lesen sie im Interview mit Roman Schwarz in der Netzwoche vom kommenden Mittwoch.
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