Tele2-Mutter prüft Mobilfunksparten der Töchter
Der Schwedische Telco Tele2 will sich in Zukunft auf Breitbandinternet konzentrieren, die Sparte Mobilfunk steht auf dem Prüfstand. Heute bietet Tele2 in 14 von 22 Ländern, in denen der Telco vertreten ist, Mobilfunkdienste an. Gegenüber Pressetext sagte Tele2-Chef Lars-Johan Jarnheimer, er glaube nicht, dass man am Ende des Jahres noch in allen Ländern vertreten sein werde. Die frühere Expansion des Konzerns habe vor allem im Zeichen des Mobilfunks gestanden. Tele2 kämpfe hier aber zunehmend mit der Profitabilität. "Für uns hat der infrastrukturbasierte Ausbau des Breitbandgeschäfts die höchste Priorität", so Jarnheimer gegenüber Pressetext. Letzte Woche ist die dänische Tochter an Telenor verkauft worden, einen Rückzug plant Tele2 auch in Ungarn.
"Die Aussage von Lars-Johan Jarnheimer bedeutet konkret, dass wir nur noch mit eigener Infrastruktur anbieten werden", erklärte Roman Schwarz, Chef von Tele2 Schweiz dem Netzwocheticker. In der Schweiz hat Tele2 in den letzten beiden Jahren ein eigenes Mobilfunknetz in Zürich, Bern, Basel, Genf und Lausanne aufgebaut. Weitere grössere Städte und die Agglomeration sollen folgen. Insofern ist die Schweiz von Jarnheimers Überlegungen nicht betroffen.
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