Time Warner verkauft AOL endgültig
Gestern Donnerstag entschied der Vorstand von Time Warner sich endgültig vom Internetanbieter AOL zu trennen. Time Warner hält 95 Prozent der Aktien von AOL. Die restlichen 5 Prozent besitzt Google. Diese 5 Prozent sollen im dritten Quartal zurückgekauft werden, so dass AOL Ende Jahr wieder als eigenständiges Unternehmen dasteht.
2001 hatte Time Warner AOL für 147 Milliarden Dollar gekauft. Anstatt des erhofften Gewinns brachte AOL Time Warner kräftige Verluste. Der US-Medienkonzern musste nach der Akquisition von AOL in den beiden folgenden Jahren fast 100 Milliarden abschreiben. Darauf liess Time Warner AOL wieder aus seinem Namen streichen.
AOL machte am Anfang des Dot-Com-Booms seine Einnahmen hauptsächlich durch die Einwählverbindungen ins Internet, dem sogenannten Dial up. 2002 hatte AOL noch 26,7 Millionen Dial-up-Kunden. Durch die Breitbandverbindungen und Flatrates verlor AOL seit 2002 rund 20 Millionen Kunden. Mit werbefinanzierten Websites versuchte man diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken. Nach einigen mehr oder weniger erfolgreichen Quartalen mit der neuen Strategie schrieb AOL aber wieder rote Zahlen.
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