Turbulenzen um Ascom belasten den Titel
Nach dem vorläufigen Geschäftsbericht, den Ascom im Februar vorlegte, folgen nun die definitiven Zahlen: Bei einem Jahresumsatz von 565 Millionen Franken erreichte Ascom ein Betriebsergebnis von 33 Millionen Franken (17,1 Millionen im Vorjahr) und ein Ebit von 33 Millionen Franken (31,4 Millionen im Vorjahr). Der Konzerngewinn für 2006 beträgt 17,1 Millionen Franken. Der Ascom-Titel verlor heute Vormittag über vier Prozent. Die Analysten diverser Banken sind mit den Geschäftsaussichten von Ascom für das laufende Jahr nicht zufrieden. Zudem belastet der derzeitige Übernahmekampf zwischen dem Ascom-Verwaltungsrat und dem Österreicher Ronny Pecik den Titel.
Der Verwaltungsrat teilte heute mit, dass sich der Verwaltungsratspräsident Juhani Anttila zur Wiederwahl stellen wird. Nach dem Einstig von Pecik als Mehrheitsaktionär von Ascom hatten Analysten daran gezweifelt, ob sich Anttila erneut zur Wahl stellen wird. Es könnte nun an der Generalversammlung am 16. April zu einem Machtkampf zwischen Pecik und dem Ascom-Verwaltungsrat kommen. Gegenüber SDA sagte Anttila allerdings, er habe die Unterstützung von Pecik. Wie Ascom in einer Börsenpflichtmeldung mitteilt, hält Peciks Beteiligungsgesellschaft Victory nun 24,7 Prozent der Ascom-Aktien. Victory hat am 1. März der Zürcher Kantonalbank ein Paket verkauft und es gleichentags zurückkauft. Die Bankenkommission (EBK) untersucht nun diese nebulöse Transaktion, weil sie zu spät gemeldet wurde.
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