USA: Ausgaben für Paid Content 2002 verdoppelt
Im Jahr 2002 haben die Konsumentinnen und Konsumenten in den USA 1,3 Milliarden Dollar für Internet-Content ausgegeben. Im Vorjahr waren es noch 670 Millionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von comScore Networks im Auftrag der Online Publishers Association. Die Kategorie Personals/Dating übernahm mit 302 Millionen Dollar erstmals die Spitze und steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr (72 Millionen Dollar) markant. Die Kategorien Business Content/Investment und Entertainment/Lifestyles mussten sich mit den unteren Podestplätzen begnügen. Die drei genannten Bereiche waren 2002 für insgesamt 63 Prozent aller Ausgaben verantwortlich. 2001 betrug ihr Anteil 59 Prozent. Am stärksten wuchs der Bereich Grusskarten, nämlich von 2,1 Millionen auf 36,2 Millionen Dollar. Michael Zimbalist, Direktor der Online Publishers Association, frohlockte, das Jahr 2002 werde in die Geschichte eingehen als das Jahr, in dem sich die Auffassung über Paid Content geändert habe. Allerdings gingen die Ausgaben für Paid Content im vierten Quartal 2002 zum ersten Mal seit Anfang 2001 wieder zurück. Gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen die Ausgaben aber immer noch um 110 Millionen auf 338 Millionen Dollar. Der hohe Umsatzanstieg wurde vor allem durch mehr User verursacht, die für Inhalte Geld ausgaben. Denn die Ausgaben pro Kopf stiegen im vierten Quartal 2002 gegenüber dem Vorjahresquartal nur um 4 Prozent. 42 Prozent der Ausgaben wurden über Jahresabos getätigt. Der Umsatz über Micropayments wuchs zwar um 707 Prozent, machte mit 9,6 Millionen aber immer noch weniger als 1 Prozent aus. Am meisten Umsatz mit Paid Content erzielten Yahoo.com vor dem Dating-Service Match.com, Real.com, Classmates.com und WSJ.com. Dahinter folgen Weightwatchers.com, Ancestry.com, Consumerinfo.com, Matchmaker.com und 1800ussearch.com. Im Jahr 2001 belegten Real.com, WSJ.com und Match.com die ersten Plätze.
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