Wachsender Europamarkt für Web-Conferencing

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Der Europamarkt für Web-Conferencing-Dienste ist weit hinter den Erwartungen zurück, soll aber mittelfristig kräftig aufholen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Frost & Sullivan. Dass der vor zwei Jahren prognostizierte Boom bisher ausblieb, liege vor allem an der schwierigen Wirtschaftslage in Europa, aus Angst vor Terroranschlägen hätten aber Unternehmen die Anzahl von Geschäftsreisen reduziert und suchten nah Alternativen, analysiert der Marktforscher. Im Jahr 2002 noch auf 14,1 Millionen Dollar beziffert, soll der Umsatz aus Web-Conferencing-Lösungen im Jahr 2005 bereits 55,5 Millionen Dollar betragen und 2009 bei 266,6 Millionen Dollar liegen. Wichtigste Anbieter sind Genesys aus Frankreich und WebEx aus den USA. Sie haben unterdessen den vormaligen Marktführer PlaceWare auf Platz drei verdrängt. Allerdings wurde PlaceWare im Januar von Microsoft übernommen - noch offen sind die Auswirkungen dieser Übernahme auf die Branche. Als weitere bedeutende Wettbewerber nennt Frost & Sullivan die Unternehmen Centra, InterCall und Latitude Communications. Grösster europäischer Ländermarkt für Web-Conferencing-Dienste mit 59 Prozent Marktanteil im Jahr 2002 war nach wie vor Grossbritannien. Allerdings werden laut Frost & Sullivan voraussichtlich auch hier die Karten neu gemischt: Vor allem Frankreich, Deutschland, Skandinavien und die Niederlande haben ihren Anteil in der Zwischenzeit signifikant erhöht.