Webauftritte der Kantone schrumpfen

Uhr | Aktualisiert
Der Informationsgehalt der Websites der Kantone hat in den vergangenen Monaten abgenommen, obwohl das Interesse an E-Government insgesamt zunimmt. Zu diesem Schluss kommt eine gestern Montag veröffentlichte Studie des Berner Instituts für angewandte Argumentenforschung (IFAA). Für die ArgYou-Studie wurden systematische Inhaltsanalysen der Webseiten mit Nachfrage-Statistiken der Suchdienste Google und search.ch verglichen. Am besten schlossen dabei die Web-Auftritte der Kantone Basel-Landschaft, Solothurn und Zürich ab. Sie erfüllen die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger insgesamt am besten. Das schlechteste Ranking erreichten die Kantone Wallis, Neuenburg, Uri, Thurgau und Jura. Gemäss der Studie sind insgesamt rund sieben Prozent der Informationen auf den Sites von 26 Kantonen im Laufe der letzten sechs Monate abgebaut worden. Allerdings bedeute der Abbau keine Einbusse an Informationen, sondern eher eine Verbesserung, erklärte der Politologe und IFAA-Leiter Christoph Glauser gegenüber der SDA. Gemäss Glauser sind viele Kantone von interaktiven Angeboten abgekommen und verlangen von User öfters den Griff zum Telefonhörer. Abgenommen haben auch die Informationen über Referenden, Initiativen, Beschwerden und Rechtssprechung, was Glauser auf den grossen Aufwand zurückführt, diese Informationen zu pflegen. Präsenter seien hingegen Parteien, Gerichte, Regierungen und Gemeinden und auch Strassenverkehrsämter.