Weko nimmt Telefontarif-Untersuchung wieder auf

Uhr | Aktualisiert
Die Wettbewerbskommission (Weko) darf ihre Untersuchung der Telefongebühren für Anrufe vom Festnetz auf Handys wieder aufnehmen. Eine Beschwerde mit aufschiebender Wirkung von Swisscom und Orange ist abgewiesen worden. Die Rekurskommission des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements (EVD) hat die Beschwerde am 6. Februar abgelehnt, wie die Sonntagszeitung berichtet. Grund für die Beschwerde war, dass gleichzeitig zur im Oktober 2002 von der Weko eingeleiteten Untersuchung die Kommunikationskommission (ComCom) sich ebenfalls mit den so genannten Terminierungsgebühren befasste. Diese Gebühren fallen an, wenn jemand vom Festnetz auf ein Mobilfunknetz anruft. Der Festnetzbetreiber muss in diesem Fall dem Mobilfunkanbieter rund 35 Rappen pro Minute bezahlen. In Anbetracht der beiden Untersuchungen sei nicht klar gewesen, wer für die Beurteilung der Gebühren zuständig sei, sagte Swisscom-Sprecher Huber gegenüber der SoZ. Die ComCom habe ihre Untersuchung aber nun abgebrochen. Anlass für die Untersuchungen der Weko und der ComCom ist der Verdacht, dass die Telefonanbieter mittels Absprachen die Terminierungsgebühren absichtlich hochhalten.