Wenn der Nutzer nicht zahlen will, sollen halt die Suchmaschinen dafür aufkommen
Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und das Medienunternehmen News Corporation wollen Suchmaschinen wie Google und Yahoo künftig die Übernahme des Nachrichtenmaterials verrechnen. Dies teilten die beiden Unternehmen am „World Media Summit“ in Peking mit.
Damit wollen die Unternehmen gegen die Gratis-Kultur im Internet vorgehen, denn beide Konzerne verzeichnen seit längerem schwindende Online-Umsätze. Gemäss einer aktuellen Studie des deutschen Instituts Forsa seien nur lediglich 16 Prozent der Nutzer bereit, für Inhalte im Web zu zahlen. Somit dürfte Werbung auch künftig die wichtigste Einnahmequelle für Online-Medien bleiben, so die Studie weiter. Damit müssen die Nachrichtenagenturen andere zur Kasse bitten.
Einem Bericht des Digital Journal zufolge hat AP-Chef Tom Curley gesagt, dass seine Agentur und andere Content-Produzenten zu lange die kostenfreie Ausbeutung ihrer Nachrichten durch Dritte hingenommen hätten. Internetseiten wie Wikipedia, Youtube oder Facebook seien zu bevorzugten Plattformen geworden, auf denen sich ein breites Publikum über aktuelle Nachrichten informiere, anstatt dies auf den Internetseiten der traditionellen Nachrichtenlieferanten zu tun.
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