Wilde Leichenfledderei an KPNQwest Schweiz

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Unter dem enorm gestiegenen Marktdruck lassen die Schweizer Netzbetreiber jegliche Fairness fallen: Wie die Sonntagszeitung in der gestrigen Ausgabe berichtete, haben diverse Interessenten an der Konkursmasse des gescheiterten Netzbetreibers KPNQwest Schweiz sich heimlich in den Besitz der begehrten Kundendaten gebracht, in dem sie die entsprechende Excel-Datei per Mail an die eigene Firma sandten. Auf die Frage, wie dies möglich gewesen sei, wollte Sachwalter Jürg Girschweiler gegenüber dem Netzticker keine Stellung nehmen. Die Sonntagszeitung berichtet weiter von kurz darauf bei KPNQwest-Kunden eingegangenen, gezielten Offerten von Anbietern wie Colt oder BT Ignite. Dem Netzticker ist jedoch bekannt, dass auch weitere Mitbewerber im Besitz der Excel-Datei sind. Die SoZ spricht bereits von einem Allgemeingut der Telecombranche. Franz Grüter, CEO von Via Net.works, welche die Kunden schliesslich übernommen hat, sieht jedoch keinen Grund für überstürztes Handeln. Die Daten sind nicht präzis genug, gab er sich gegenüber dem Netzticker gelassen. Der Übernahme-Deal sei damit jedenfalls nicht gefährdet. Die Verwendung der Kundendaten – besonders auch die Weitergabe an die Presse – verstiessen aber klar gegen das Non Disclosure Agreement, das jeder Interessent habe unterzeichnen müssen. Grüter: Wir werden das noch mit unseren Anwälten anschauen müssen.