Erstmals weniger Elektroschrott
Der Berg an Elektroschrott ist im vergangenen Jahr kleiner geworden, das Gesamtgewicht ging erstmals zurück. Ganz im Gegensatz zu der Anzahl entsorgter Geräte.
Die Schweizer Bevölkerung hat im vergangenen Jahr 131'000 Tonnen Elektroschrott zur Entsorgung abgegeben. Das ist erstmals ein Rückgang um 4000 Tonnen. Trotzdem stieg die Anzahl an abgegebenen Altgeräte.
Diesen Widerspruch erklärt der Fachverband Swico in einer Mitteilung mit leichteren Geräten, alte Fernseher mit Röhrenbildschirmen wiegen beispielsweise ein Vielfaches von heutigen Flachbildfernsehern. Der Swico erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.
Mehr als die Hälfte dieser 131'000 Tonnen Elektroschrott (58 Prozent) waren Haushaltgeräte und Leuchtmittel. Dieser Bereich stieg leicht um knapp 1500 Tonnen auf 76'175 Tonnen. Den grössten Anteil machten dabei Haushaltgrossgeräte wie Kühl-, Gefrier-, Klima- und Kompressorgeräte aus. Leuchtmittel machten nur einen geringen Anteil aus.
Der Rest (42 Prozent) waren Altgeräte aus Informatik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Hier nahm das Gesamtgewicht im vergangenen Jahr um fast 6000 Tonnen auf 55'304 Tonnen ab, ganz im Gegensatz zu den Stückzahlen, die gestiegen sind.
Die beiden Rücknahmesysteme Swico Recycling und SENS organisieren und verwalten das Recycling von Elektro-Altgeräten. In der Schweiz ist das Recycling dank der vorgezogenen Recyclinggebühr kostenlos. Diese wird beim Kauf eines neuen Produkts im Voraus bezahlt.
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