SAP-Forum 2015

SAP hebt in Basel ab

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Softwareentwickler SAP hat in Basel zu seinem SAP-Forum geladen. An dem Event unter dem Motto Raumfahrt will der Entwickler Unternehmen von der Einfachheit seiner neuen Lösung S/4 Hana überzeugen.

Am 20. und 21. April hat der deutsche Softwareentwickler SAP das Basler Congress Center quasi in eine andere Welt verändert. Das diesjährige SAP Forum stand unter dem Motto "Raumfahrt" und war dementsprechend dekoriert.

So begrüsste etwa SRF-Moderator Sascha Ruefer das Publikum in einem schwer manövrierbaren Kosmonauten-Kostüm. Der Event wartete auch mit einem echten Astronauten auf. Claude Nicollier, der bis Dato einzige Schweizer im All, sprach am Ende des ersten Tages über Risikomanagement.

Abgerundet wurde die Weltraum-Atmosphäre durch die Hintergrundmusik. An verschiedenen Ecken war der Soundtrack zum letztjährige Science-Fiction-Film Interstellar zu hören.

Über 1000 Personen pro Tag

Während seiner Begrüssung holte Ruefer Bernd Brandl, den Managing Director von SAP Schweiz, auf die Bühne. Wie Brandl erklärte, wollte SAP sich vom Messecharakter verabschieden, den das Forum vergangenes Jahr hatte. 2015 sollte der Event wieder mehr zu einem Kongress werden. Mit Erfolg: insgesamt meldeten sich pro Tag über 1000 Personen an. Dies sei deutlich mehr als noch im Vorjahr, sagte Brandl.

Der Managing Director – nach eigenen Angaben ein Trekkie und ein Fan von Science Fiction insgesamt – sprach auch von SAPs neuer Mission: Simplify your Future. Unsere Welt werde immer vernetzter und dadurch komplexer. "Das müssen wir akzeptieren", sagte Brandl.

Auf diese Komplexität sollte man aber nicht mit weiterer Komplexität reagieren. Wichtige Prozesse müssen einfach bleiben. An dieser Stelle konnte sich selbst der Managing Director keinen Seitenhieb auf sein eigenes Unternehmen verkneifen. SAP sei keine einfache Firma.

Weg von der Komplexität

Von dieser Komplexität wolle das Unternehmen sich nun aber wegbewegen, erklärt Uwe Grigoleit anschliessend. Der Global Head Business Development S/4HANA bei SAP erklomm die Bühne, um den Publikum mehr über die Roadmap des Unternehmens zu erzählen.

Im Fokus stand S/4 Hana. Die vierte Generation von SAPs Business Suite soll für das Unternehmen ein neues Kapitel aufschlagen. Im Gegensatz zu früheren Lösungen laufe S/4 Hana native auf Hana. So habe der Nutzer in Echtzeit Zugriff auf die Daten.

Die Lösung laufe ebenfalls native in der Cloud. Dadurch sei etwa der Feedbackzyklus kürzer, was schlussendlich zu tieferen Gesamtbetriebskosten (TCO) führen würde. Der Entwickler will mit einem geringeren Data Footprint auch die Leistung gesteigert haben. Das Softwarehaus will S/4 Hana in drei Ausführungen anbieten: On-Premise, Managed und Public Cloud.

Mit Fiori hat die neue Lösung eine rollenbasierte Benutzeroberfläche, wie Arne Neumann, Business Development Expert S/4 Hana in einer Breakout Session erklärte. Nutzer, die bestimmte Funktionen stärker verwenden, sollen etwa mehr Optionen dazu erhalten.

Mehr Nutzen aus den eigenen Daten ziehen

Am Nachmittag des ersten Tages schien das Forum zunächst in eine ganz andere Richtung zu gehen. Daniel Schultheiss, Head of Advisory Board, Marenco Holding, sprach über den Marenco Sky SH09, den ersten in der Schweiz entwickelten und produzierten Hubschrauber.

Neben seiner Tätigkeit bei Marenco ist Schultheiss auch CTO bei All Visual. Das Schweizer Unternehmen bietet Lösungen im Bereich 3-D-Visualisierungen auf SAP-Basis an, wie etwa SAP 3D Visual Enterprise. Schultheiss nutzte seinen Vortrag über den Hubschrauber, um das Publikum von den Vorteilen seines Programms zu überzeugen.

Marenco verwaltet seit den ersten Tagen alle Daten mit einer SAP-Lösung –von der Entwicklung über die Herstellung bis zum Marketing. Die 3-D-Lösung kann auf diese Daten zugreifen und so Animationen präsentieren, die direkt auf den Datentabellen aus der Entwicklung basieren.

"Ich bin der festen Überzeugung, dass wir mit unseren Daten besser umgehen müssen", sagte Schultheiss. Mit einer Lösung, wie 3D Visual Enterprise, könne ein Unternehmen mehr Nutzen aus den ohnehin schon gesammelten Daten holen. Auf diese Weise profitiert etwa die Marketing-Abteilung von den Daten aus der Produktion.

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