Ascom verkauft komplette Abteilung
Der Schweizer Technologiekonzern Ascom trennt sich von seiner Geschäftseinheit Systems & Solutions. Der Verkauf könnte ein Versuch sein, die angekündigte Restrukturierung zu finanzieren.
Ascom hat seine Abteilung Systems & Solutions an das deutsche Unternehmen Axino Solutions verkauft. Ab 1. Januar 2016 übernimmt Axino sämtliche mit der Abteilung verbundenen Rechte und Pflichten, wie Ascom mitteilt.
Der bisherige Geschäftsführer der Abteilung, Michael Wallrath, wird den Geschäftsbereich auch unter den neuen Eigentümer führen. Die rund 75 Mitarbeiter sollen an ihren Standorten in Aachen und Solothurn bleiben können. Axino übernimmt sie alle.
Erst Anfang Dezember hatte Ascom bekanntgegeben, ein raues Jahr hinter sich zu haben. Das Unternehmen rechnet mit schwachen Jahreszahlen. Insbesondere der Gewinn würde niedriger ausfallen als erwartet.
Verkaufserlös im "tiefen einstelligen Millionenbereich"
Als Grund für das voraussichtlich schlechtere Jahresergebnis nannte Ascom ein Grossprojekt in den USA, das sich auf 2016 verschieben würde. 8 Millionen Franken Umsatz würden deshalb in diesem Jahr der Abteilung Network Testing fehlen.
Aufgrund des ausbleibenden Umsatzes kündigte Ascom Restrukturierungsmassnahmen an. Die würden das Unternehmen einen Betrag im niedrigen einstelligen Millionenbereich kosten, hiess es.
Mit der Verkauf der Abteilung System & Solutions fliesst laut Ascom ein Betrag im "tiefen einstelligen Millionenbereich" auf die Konten des Unternehmens.
Eine Woche später kündigte Ascom an, den italienischen Software-Hersteller United Medical Software zu kaufen. Der Kaufpreis beläuft sich auf einen Betrag im "tiefen einstelligen Millionenbereich".
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