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Das Internet of Things ist im Business angekommen

Uhr | Aktualisiert
von Philip Ziegler, MSM Research

Das Thema "Internet der Dinge" (Internet of Things, IoT) gehört zu den "Big Five"-Themen auf unserem Research-­Radar und hat vom Hype-Status in die reale Welt gewechselt. IoT hat sich einen Platz auf der Strategie-Agenda vieler Unternehmen verschafft.

Wie bereits im Rahmen unserer Research-Artikel unlängst berichtet, stehen wir im Schweizer Markt in Sachen Internet der Dinge (IoT) noch am Anfang. Die derzeitigen Projektumsätze bewegen sich im Vergleich zum Schweizer ICT-Gesamtmarkt noch in marginaler Höhe. 2016 belaufen sich diese auf der Basis unserer ersten Einschätzung auf rund 300 Millionen Franken, was knapp 2 Prozent der gesamten ICT-Ausgaben (B2B) entspricht.

Beratungsbedarf beim Thema IoT

Vorerst sind es nur einzelne Branchensegmente und Nischen, in denen IoT-Lösungen bereits Fuss fassten und sich etablierten, wie etwa Industrie (Preventive Maintenance), Robotik oder Logistik (Track & Trace). Unsere neue Studie «Internet der Dinge in der Schweiz» zeigt auf, dass bei der Mehrheit der Unternehmen das Thema in seiner ganzen Tiefe und Bandbreite sowie hinsichtlich seines künftigen Potenzials an neuen Marktchancen noch nicht angekommen ist. Viele unbeantwortete Fragen behindern den Schritt in die Digitalisierung und den Umbau des bisherigen Geschäftsmodells.

Obwohl erste Ideen schnell Eingang in die Diskussionen um die strategische Neuausrichtung finden und viele Unternehmen daran arbeiten, sich in Position zu bringen, liegt vieles noch im Nebel. Allerdings sollte sich die zentrale Frage nicht mehr darum drehen, ob das Internet der Dinge die Welt verändert, sondern wann und wie wuchtig es das eigene Business trifft.

Die Nachfrage nach Unterstützung ist gross. Beratungsbedarf besteht in der ganzen Bandbreite des Themas IoT, wie etwa in den Bereichen Connectivity, Sensorik, Prozess­management, Analytik, Sicherheit und Plattform respektive Betrieb. Ein ebenso grosses Beratungspotenzial generiert aber auch die Frage, wie aus den kreativen Ideen und ersten Lösungsansätzen praktische, wettbewerbsfähige und kommerziell sinnvolle Business Cases realisiert werden können. Auch wenn in der Praxis die Mehrheit der künftig erfolgreichen Anwendungen letztlich durch den Anwender selbst initiert werden, kommt der professionellen Beratung und Begleitung durch einen versierten und erfahrenen Serviceanbieter eine entscheidende Rolle auf dem Weg in die Digitalisierung zu.

Qualifizierte Digitalisierungsberater gesucht!

Die Auswahl des entsprechenden Dienstleisters wird dabei zu einem kritischen Erfolgsfaktor. Gefragt sind Dienstleister und Serviceprovider mit einem breiten Spektrum an fundierter IoT-Expertise, technischem Know-how, betriebswirtschaftlichem Wissen und nicht zuletzt umfassender ICT- und Branchenerfahrung.

Allerdings hat die Umfrage zu unserer neuen Studie ergeben, dass für die überwiegende Mehrheit der Unternehmen noch keine Transparenz am Markt der Dienstleister herrscht. Nur jeder vierte Befragte war in der Lage, spontan einen qualifizierten Digitalisierungsdienstleister zu benennen. Die Anbieterseite ist gefragt, sich mit konkreten Angeboten in Position zu bringen. Das Differenzierungspotenzial ist immens, die Karten im Markt für IoT sind noch längst nicht verteilt.

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