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As-a-Service-Verträge überholen klassisches Outsourcing

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Das traditionelle Outsourcing-Geschäft hat im 2. Quartal dieses Jahres in der EMEA-Region kräftig an Volumen verloren. Die Zahl der As-a-Service-Verträge schnellte dagegen in die Höhe.

1,6 Milliarden Euro. Das war das Volumen des traditionellen Outsourcing-Geschäfts in der EMEA-Region im zweiten Quartal – 28 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Marktforscher der Information Services Group mitteilen.

Gründe für den Rückgang sehen die Forscher in der geringen Zahl der Vertragsabschlüsse. Ausserdem seien “auffallend” weniger Verträge restrukturkturiert worden.

EMEA-Markt im ersten Halbjahr stabil

Der Markt für As-a-Service-Verträge legte im zweiten Quartal dagegen um 38 Prozent zu und erreichte ein Volumen von 600 Millionen Euro. Weltweit betrachtet würden die As-a-Service-Aktivitäten nun 36 Prozent des gesamten Outsourcing-Geschäfts ausmachen – fast doppelt so viel wie Anfang 2014, schreiben die Forscher.

Das jährliche Vertragsvolumen des EMEA-Marktes ging im zweiten Quartal insgesamt um 18 Prozent zurück. Es belief sich auf 2,2 Milliarden Euro.

Mit Blick auf die ersten sechs Monate des Jahres verhielt sich der Markt nach Aussagen der Forscher jedoch stabil. Das Vertragsvolumen des EMEA-Gesamtmarktes belief sich im ersten Halbjahr auf knapp 5 Milliarden Euro. Das entspreche dem Vorjahreswert.

Zurückhaltung im DACH-Raum

In der Schweiz, Österreich und Deutschland stieg die Zahl der Vertragsabschlüsse um rund 30 Prozent. Das Geschäftsvolumen des traditionellen Outsourcing-Geschäfts ging im ersten Halbjahr 2016 jedoch um 71 Prozent zurück und liegt 30 Prozent hinter dem Vorjahreswert.

Schuld seien grosse Unternehmen in der DACH-Region. Die würden zurückhaltend auf einige der "neueren Transformationsservices" im Markt reagieren.

Unterteilt nach Branchen führt die Finanzdienstleistungsbranche den Markt mit der höchsten Zahl abgeschlossener Verträge an. Ihr jährliches Vertragsvolumen belief sich in den ersten sechs Monaten auf 1 Milliarde Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das minus 17 Prozent.

Für ihren Index berücksichtigten die Forscher nach eigenen Angaben alle kommerziellen Outsourcing-Verträge mit einem Jahresvolumen von mindestens 4 Millionen Euro. (dkl)

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