Auch Nationalrat spricht sich für Cyber-Truppe aus
Nach dem Ständerat hat sich auch der Nationalrat für eine Cyber-Truppe in der Armee ausgesprochen. Die Einheit bekommt einen anderen Namen. Eine Cyber-RS soll es hingegen nicht geben.
Der Ständerat hat sich Ende September für die Schaffung einer Cyber-RS und einer Cyber-Truppe in der Schweizer Armee ausgesprochen. Die Motion geht auf FDP-Ständerat Josef Dittli zurück. Am Mittwoch sprach sich nun auch der Nationalrat für eine Cyber-Truppe aus, wie die Parlamentsdienste mitteilen. Die Abstimmung erfolge stillschweigend, auf Basis eines Vorschlags der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK).
Die Cyber-Einheit der Armee soll wie gefordert eine Truppenstärke von 100 bis 150 IT-Spezialisten haben. Ergänzt wird sie durch 400 bis 600 Milizsoldaten. Anders als der Ständerat will der Nationalrat keine Cyber-RS. Die Ausbildung soll durch traditionelle Ausbildungsmodelle der Armee erfolgen, heisst es weiter.
Zudem sprach sich die SiK für eine Namensänderung aus. Die Cyber-Truppe soll nicht mehr "Kommando" heissen, sondern "Organisation". Dies verleihe der Armee mehr Handlungsspielraum.
Bundesrat Guy Parmelin zeigte sich mit der angepassten Motion zufrieden. In dieser Form könne der Bundesrat damit leben. Das VBS prüfe gerade, wie die Ausbildung mit Hochschulen gestaltet werden könne. Der Ständerat muss die angepasste Motion nun noch annehmen.
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