Six Hackathon zum Vierten

Six lockt Entwickler und Jungunternehmer nach Zürich

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Six hat im Zürcher Schiffbau den vierten Fintech-Hackathon veranstaltet. 132 Teilnehmer codeten und pitchten ein Wochenende lang von der Idee zum Prototyp. Gewonnen hat die Gruppe Sustaid.

In 48 Stunden von der Idee zum geschäftsreifen Prototyp. Unter diesem Motto stand der vierte Six Hackathon, der am vergangenen Wochenende im Zürcher Schiffbau über die Bühne gegangen ist. 132 Bewerber aus 12 Ländern haben der Finanzdienstleister und der Accelerator F10 für die Teilnahme auserkoren, wie die Veranstalter am Freitagabend zur Begrüssung sagten. Der Fintech-Hackathon hatte in diesem Jahr vier Schwerpunkte: Financial APIs, Sustainable Investment, Regtech Services und Technology Exploitation in Fintech.

Andreas Iten von Six und Markus Graf von F10 stimmten die Teilnehmer auf den 48-Stunden-Hackathon ein. (Source: Netzmedien)

"Das Wichtigste ist, dass ihre die kommenden 48 Stunden überlebt", riet Andreas Iten, Head Corporate Ventures bei Six, den Teilnehmern. Damit das klappte, stellten die Veranstalter ihnen Plätze zum Coden, Waschen, Schlafen, sowie vor allem eine grosse Menge Kaffee zur Verfügung. Workshops, Tanzeinlagen und Yoga-Sessions dienten der Ideenfindung und Entspannung.

Anstonsten waren die Regeln einfach. Die Teilnehmer mussten sich in Teams von zwei bis vier Personen zusammenschliessen und dann "from Scratch" eine Lösung für ein Fintech-Problem entwickeln. Am Sonntagnachmittag stellten sie die Früchte des Wochenendes dann einer sechsköpfigen Jury vor. Denn ebenso wichtig wie das Coden von Software sei die Fähigkeit, das eigene Produkt zu "pitchen", es also Investoren zu verkaufen.

Der Saal des Schiffbaus füllte sich mit Entwicklern und Jungunternehmern. (Source: Netzmedien)

Tipps vom Fintech-Guru

Inspiration erhielten die Teilnehmer, die sich in einem Feld von 512 Bewerbern durchgesetzt hatten, von Spiros Margaris. Der Fintech-Experte und Investor rief zu mehr Mut bei der Umsetzung von Geschäftsideen auf. Er fasste dieses Ziel mit dem Wahlspruch der TV-Serie Star Trek zusammen: "To boldly go where no man has gone before!" Ein Satz, den ihn selbt zu vielem abgetrieben habe.

Spiros Margaris: "Wenn ihr eine coole Idee habt, entwickelt sie!". (Source: Netzmedien)

Es gebe immer Rückschläge, Holzwege und Menschen, die neuen Ideen skeptisch gegenüber stünden, sagte Margaris. Entscheidend sei, dass Entwickler ihren Visionen treu blieben und sie hartnäckig verfolgten. Gerade junge Entwickler müssten sich bewusst sein: Für jede Idee komme die richtige Zeit. "Selbst wenn niemand an euch glaubt; wenn ihr lange genug überlebt, ist irgendwann die Gelegenheit zum Erfolg da", sagte Margaris. Was gestern noch wie Science Fiction klang, sei morgen vielleicht schon Alltag.

Margaris zeigte, woher er seine Inspiration bekommt. (Source: Netzmedien)

Eines dürften Entwickler aber nicht vergessen, fügte Margaris an. Es sei nicht die Technologie selbst, die Ideen zum Erfolg führe. Menschen kümmerten sich nicht um die Technik allein. Ihnen sei wichtig, was sie mit der Technik machen könnten. So wie erst ein guter Koch aus vielen Zutaten ein Festmahl zubereite, müssten auch Fintech-Start-ups zur digitalen Meisterköchen werden, wenn sie ein gutes Produkt erschaffen wollen.

Am Sonntagabend stand der Gewinner des Six Hackathon 2018 fest. Es war die Gruppe "Sustaid". Weitere Preise gingen an "Let's Talk Money", "Taxesy" und "CH.AI"

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