Interview

Frauen in der Schweizer IT: Was jetzt zu tun ist

Uhr | Aktualisiert

Valérie Vuillerat ist ehemalige Chefin der Digitalagentur Ginetta und Mitbegründerin des IT-Frauennetzwerks We Shape Tech. Ihr neues Projekt Witty Works will Unternehmen der Techbranche zu mehr Diversität verhelfen. Im Interview erklärt sie, wie das gehen soll und warum Frauen in der Schweizer IT immer noch kaum vertreten sind.

Valérie Vuillerat, Mitgründerin Witty Works. (Source: Boris Baldinger)
Valérie Vuillerat, Mitgründerin Witty Works. (Source: Boris Baldinger)

Ihr neues Projekt heisst Witty Works. Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Unternehmen?

Valérie Vuillerat: Organisationen werden von uns dabei begleitet, eine gender-diverse Belegschaft zu rekrutieren, zu fördern und langfristig zu binden. Sie werden passende Methoden beherrschen, um eine Kultur der Inklusion zu entwickeln und über alle Ebenen zu verankern. Insbesondere Unternehmen aus der Tech-Industrie werden dadurch inklusiver, fairer, transparenter und unter dem Strich auch bei den Kunden erfolgreicher.

Wie wollen Sie diese Ziele erreichen?

Gemeinsam mit meinen Geschäftspartnerinnen Nadia Fischer und Verena Oberholzer will ich Unternehmen beispielsweise schon vor dem Rekrutieren, etwa beim Employer Branding, unterstützen. Das heisst, wie schreibe ich ein Stelleninserat? Wie sieht meine Website aus? Was posten wir auf Social Media, und vor allem wer? Wie – gender-neutral – läuft der Rekrutierungsprozess ab? Dies und mehr beeinflusst, wie attraktiv ein Unternehmen für Frauen ist. Wir betreiben ausserdem eine Jobplattform, die sich explizit an eine weibliche Zielgruppe richtet. Über unser «Women in Tech»-Onlineverzeichnis, das wir erstellen, sollen Firmen gezielt Frauen finden können. Ferner konnten wir bereits einer Reihe von Firmen dabei helfen, sich durch gezielte Eingriffe in die Firmenstruktur und Organisationsprozesse hin zu einer Kultur der Inklusion zu entwickeln.

Wie sind Sie in der IT-Branche gelandet?

Es war interessanterweise eine Frau, die mich dazu inspirierte. Im Gymnasium lernte ich die Schwester einer Freundin kennen, die sich zur Multimedia-Produzentin ausbildete. Sie zeigte mir am Bildschirm die Animation einer Kugel und erklärte, wie sie das programmiert hatte. Da dachte ich mir: Das will ich auch können. Später habe ich die gleiche Ausbildung begonnen. Dort waren wir als Frauen eine klare Minderheit. Aber es gab einige Dozentinnen, die zu Vorbildern wurden. Eine Rolle spielte sicher auch, dass mein Vater Informatiker war. Ich bin mit IT aufgewachsen und hatte keine Hemmungen davor.

Welche Rolle spielt das Umfeld?

Man braucht in solchen Momenten Menschen, die einen unterstützen. Als Frau ist es sehr wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der einen bestärkt, offen Feedback gibt und manchmal sogar mit neuen Ideen anstupst. Eine ähnliche Mentoren-Rolle können auch Freunde und Freundinnen einnehmen – beides habe ich.

Wie haben Sie Ihren beruflichen Weg als Frau erlebt?

Ich habe mich früh dafür entschieden, selbst darüber zu bestimmen, wo und für wen ich tätig bin. Nach der Ausbildung wollte ich weder bloss als Entwicklerin noch ausschliesslich als Designerin arbeiten, sondern alles machen. Das hat aber nichts mit dem Geschlecht zu tun. Ausschlaggebend war ein inspirierendes Umfeld, in dem viele Freunde selbstständig waren. Ich war einfach zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Und ich hatte einen Chef, der mich förderte, mich in anspruchsvolle Projekte steckte und mit den richtigen Leuten in Kontakt brachte. So konnte ich genug Selbstsicherheit sammeln. Ausserdem konnte ich immer wieder selbst entscheiden, was ich machen möchte und wo ich mitwirken will.

Hatten Sie das Gefühl, dass Sie mehr leisten mussten als Ihre männlichen Kollegen?

Gerade in der Tech-Welt muss eine junge Frau ihre Kompetenz stärker beweisen. Der Anspruch, alles zu verstehen und mehr als 100 Prozent zu geben, ist bei mir immer noch sehr ausgeprägt. Das hat viel mit dem zunächst defensiveren, weiblichen Selbstvertrauen zu tun. Früher habe ich auch oft gehadert und mich nicht getraut.

Fühlten Sie sich weniger akzeptiert als Männer in der Branche?

Ja. Es kam vor, dass man mir etwas nicht zutraute, weil ich eine Frau bin.

Wie sind Sie damit umgegangen?

Manchmal hilft der Vorsatz: Jetzt zeige ich es denen! In der prä-gymnasialen Oberstufe zum Beispiel traute mir mein Mathelehrer nicht zu, dass ich es ans Gymnasium schaffe. Trotzdem habe ich die Matura bestanden. Später hatten meine Eltern Bedenken, weil ich mich selbstständig machte. Solche Erfahrungen trieben mich noch stärker an, etwas zu erreichen. Denn von nichts kommt nichts.

Der Frauenanteil in IT-Berufen liegt in der Schweiz bei kaum 15 Prozent. Woran liegt das?

Studien zeigen, dass fast 40 Prozent der Ausbildungsabschlüsse in den MINT-Berufen von Frauen gemacht werden. Die Frage ist, wohin diese Frauen nachher gehen. Denn in der klassischen Techbranche findet man sie nicht in vergleichbarem Ausmass. Das liegt am Berufsbild und an der Unternehmenskultur, die nicht inklusiv ist. Diversität zu rekrutieren, ist nicht schwer. Schwieriger ist es, die Frauen im Beruf zu halten. Da liegt viel Potenzial brach.

Warum verlieren Unternehmen Frauen in der IT?

Es gibt verschiedene Gründe. Ich weiss von Frauen, die sich in den Betrieben nicht ernst genommen fühlen. Andere müssen minderwertige Arbeit leisten, werden sexuell belästigt oder mundtot gemacht. Wenn ETH-Absolventinnen ihrem Chef Kaffee bringen müssen, dann haben sie irgendwann keine Lust mehr. Spätestens, wenn eine Frau eine Familie gründet, überlegt sie es sich zweimal, ob sie in einem solchen Umfeld arbeiten möchte. Ein anderer Grund ist, dass unsere Unternehmensstrukturen in einer Zeit entstanden sind, in der nur Männer zur Arbeit gingen. Die Rollenverteilung war so, dass der Mann das Geld nach Hause brachte und die Frau sich um Haushalt und Kinder kümmerte. Damals dachte niemand daran, dass die Frauen eines Tages auch arbeiten werden.

Wie wirkt sich das heute aus?

Die Welt hat sich komplett verändert, aber die Firmenstrukturen bauen immer noch auf der patriarchalen Rollenverteilung auf. Dabei wollen Frauen heute arbeiten und immer mehr Männer Zeit mit der Familie verbringen. Gleichzeitig ist die Hemmschwelle für eine Bewerbung bei einer Firma für Frauen viel höher, wenn dort nur Männer im Management sitzen und die Firmen nach aussen repräsentieren. So fällt die Identifikation mit einem Arbeitgeber schwer.

Warum ist der tiefe Frauenanteil ein Problem für die Branche?

Die Belegschaft in der Produktentwicklung sollte ähnlich divers sein wie die Zielgruppe, für welche die Unternehmen ihre Leistungen erbringen. Frauen und Männer haben verschiedene Perspektiven auf die Welt. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und mehr Vielfalt in die Unternehmenswelt zu bringen. Nur so können wir Lösungen entwickeln, die für die ganze Gesellschaft funktionieren. Die IT-Branche ist eine zukunftsweisende Branche. Dort entstehen neue Technologien wie KI oder Blockchain. Gerade im Machine Learning ist es essenziell, dass Systeme nicht nur von Männern lernen. Es kann für uns Frauen sogar sehr gefährlich werden, wenn KI ausschliesslich von Männern gemacht wird. Deshalb brauchen wir Diversität.

Das System der Firmenstrukturen zu ändern, klingt nach einer schwierigen Aufgabe. Wie lässt sich dies umsetzen?

Das ist eine ähnliche Herausforderung wie die Digitalisierung. Wenn die Digitalisierung nicht zuoberst auf der Agenda strategisch verankert ist und vom CEO vorangetrieben wird, wird sie nicht gelingen. Mit der Diversität ist es genau gleich. Sie ist kein HR-, sondern ein Führungsthema. Die Frauen sind bereit. Die Frage ist, sind es auch die Unternehmen?

Dass Frauen in der IT kaum vertreten sind, wird seit Jahren von Politik, Unternehmen und Verbänden bemängelt, trotzdem tut sich in der Statistik kaum etwas. Warum ist das so?

Das Problem ist noch zu wenig dringend. Es geht uns noch zu gut, um wirklich etwas verändern und die Chancen von mehr Diversität und Inklusion nutzen zu wollen. Das ändert sich jetzt. Junge Leute, auch Männer, werden nicht mehr für und mit Firmen arbeiten wollen, die nach dem alten System funktionieren und wo auf den Führungsetagen nur «male, pale & stale» regiert, wo also weisse, langweilige Männer entscheiden. Die Kundinnen und Kunden übrigens auch nicht.

Wie kann die IT von mehr Frauen profitieren?

Diversität ist kein Gutmenschentum. Es geht nicht einfach darum, 50 Prozent Frauenanteil zu erreichen. Es ist erwiesen, dass Produkte und Dienstleistungen aus einem diversen Umfeld besser am Markt ankommen. Ganz einfach, weil die Zielgruppe auch divers ist und über 50 Prozent aller Kaufentscheide von Frauen gefällt werden. Dazu kommt, dass wir in einer Welt leben, in der alles technologisiert wird. Um diese Welt mitzugestalten, sollten wir das Potenzial der Frauen nutzen.

Gibt es weibliche Fähigkeiten, die der IT-Branche heute noch fehlen und die Frauen einbringen könnten?

Meine Erfahrung zeigt, dass Frauen in der Regel sehr kommunikativ sind. Kommunikation ist ein Schlüsselelement für gutes Teamwork. Dasselbe gilt für Strukturiertheit. In den Teams, mit denen ich gearbeitet habe, war es immer wieder erfrischend, wenn Frauen mit dabei waren. Sie konnten ganz andere Aspekte einbringen, weil sie in ihrem Leben andere Erfahrungen gemacht hatten. Von dieser Ganzheitlichkeit sollten Firmen viel mehr profitieren.

Was ist zu tun, um mehr Frauen in die IT zu bringen?

Wenn ich «Informatik» google, werden nur Männer angezeigt. Das müssen wir verändern und die wenigen Frauen, die in der IT aktiv sind, in den Vordergrund stellen. Das heisst auch, dass man an Veranstaltungen Frauen auf die Bühne holt und hervorhebt, wie kreativ der Beruf eigentlich ist. Wir müssen zeigen, dass es bei Informatik nicht nur um Algorhithmen und Analysen, sondern auch um Kommunikation, Kreativität, Design und Empathie geht.

Was können Unternehmen tun?

Um Frauen wirklich zu halten, muss man am Mindset, an der Kultur arbeiten. Diese folgt meistens dem Vorbild der Unternehmensführung. Deshalb ist es essenziell, zuerst dort anzusetzen. Solange diejenigen die Entscheidungen treffen, für die das System stimmt, wird sich nichts ändern. Veränderung kommt also nur dann, wenn wir mehr Frauen in Führungspositionen bringen und eine Kultur der Inklusion schaffen. Dann wird das Rekrutieren, das Halten und das Fördern von Frauen in der IT leichter fallen. Ich habe diese Erfahrung als Chefin der Digitalagentur Ginetta selbst gemacht. Wir hatten nie Probleme, talentierte Frauen zu finden.

Welche Alternativen zu den bestehenden Strukturen gibt es?

Zum Beispiel könnte man Hierarchien abbauen und neue Organisationsformen einführen. Selbstorganisierte Teams und gemeinsames Entscheiden, wie bei Holacracy oder Soziokratie, sind ein gutes Fundament für Inklusion und Diversität. Denn dort kommt die Power nicht mehr von oben, sondern aus der Gemeinschaft.

An ICT-Events sind Männer gegenüber Frauen oft in der Überzahl – sowohl im Publikum wie auf der Bühne. Sehen Sie das auch so?

Das kommt natürlich auf den Event an, aber in gewissen ICT-Kreisen ist es tatsächlich so. Gerade die Networking-Veranstaltungen sind oft als Afterwork konzipiert. Das ist für eine Frau (und viele moderne Männer) nicht leicht vereinbar mit ihren familiären Ansprüchen. Deshalb habe ich seinerzeit zum Beispiel den UX-Brunch zwischen 07:30 Uhr und 09:00 Uhr angesetzt. Dort hatte wir einen ausnehmend hohen Anteil an weiblichen Gästen. Viele von ihnen waren danach sogar oft noch vor ihren männlichen Kollegen zurück im Büro. Diversität ist aber nicht einfach. Sie bedeutet, Dinge anders zu machen, andere Meinungen zu akzeptieren und zuzuhören.

Was lässt sich gegen dieses Ungleichgewicht tun?

Ich suche mir persönlich diejenigen Events aus, die Diversität bieten und wo Persönlichkeiten auftreten, mit denen ich mich identifizieren kann. Junge und weibliche Referenten ziehen auch ein breiteres Publikum an. Wenn von 20 Namen auf dem Konferenzprogramm nur 2 Frauen sind, muss man sich nicht wundern, wenn dann nur vereinzelt Frauen im Publikum sitzen.

Ist es eine Lösung, Veranstaltungen nur für Frauen durchzuführen?

Bei We Shape Tech wollten wir anfangs ein Netzwerk nur für Frauen sein, um sie in der Tech-Welt zu unterstützen und zu fördern, um ihnen mehr Selbstbewusstsein und Visibilität zu verschaffen. Unser erster Event richtete sich deshalb nur an Frauen. Wir merkten aber, dass sich auch Männer für Diversität und Inklusion interessieren. Also wäre es die falsche Strategie, sich abzugrenzen. Und trotzdem ist es wichtig, eine Umgebung zu schaffen, in der Frauen sich wohlfühlen und sich ungezwungen vernetzen. Auch heute noch ist ein zentrales Element für Erfolg in der Arbeitswelt die Fähigkeit, ein solides Netzwerk aufzubauen und zu pflegen. Da haben gerade wir Frauen in der Schweiz noch einiges aufzuholen.

Wie können Frauen das bewerkstelligen?

Sie müssen sich erstens bewusster untereinander vernetzen. Frauen in Führungspositionen sollten für Jüngere als Mentorinnen und Vorbilder agieren. Und Männer in Führungspositionen sollten sich überlegen, wie sie eine Welt schaffen können, in der sich Frauen beruflich ohne Hürden entfalten können. Schliesslich will doch auch jeder Vater für seine Tochter nur das Beste. Dazu kommt, dass wir heute mehr Frauen als Männer an den Hochschulen haben. Die Eltern haben ein Interesse, dass sich dieses Investment in die Bildung auszahlt und damit auch ihre Töchter an die Spitze kommen. Für die Rolle als Hausfrau braucht es zumindest vorderhand noch keinen PhD oder Uniabschluss.

Braucht es politische Vorgaben, also Quoten oder Lohnregeln?

Ich würde das sehr begrüssen. Nicht, weil ich Quoten per se cool finde, sondern weil damit in anderen Ländern die Gleichstellung gefördert wurde. In den nordischen Ländern gibt es zum Beispiel überhaupt kein Gender-Problem mehr. Dort sind die Rahmenbedingungen so gut, dass jede Frau arbeiten kann. Temporäre Quoten können uns also helfen, das System schneller zu verändern.

Was kann die Politik sonst noch tun? Wo müsste man anfangen?

Bei den Rahmenbedingungen. Die Stundenpläne der Schulen beispielsweise sind immer noch auf das klassische Familienmodell ausgerichtet. Das hat vor 40 Jahren funktioniert, aber heute nicht mehr. Wir brauchen Ganztagesschulen und Kitas – und zwar für alle, nicht nur für «Gutverdienende». Deshalb braucht es vom Staat finanzielle Unterstützung.

Wo könnte man sonst noch ansetzen?

Eine soziale Errungenschaft ist der Mutterschaftsurlaub. Solange dieser Urlaub aber so heisst, wird der ganze Druck der Kinderbetreuung auf die Mutter appliziert. Was wir brauchen ist ein staatlich finanzierter Elternurlaub, der für beide ist. Er muss vielleicht nicht gleichzeitig sein, aber die Aufgaben gleichmässig verteilen. So können Väter auch mehr an der Erziehung teilhaben und müssen nicht gleich wieder arbeiten gehen. Das ist kostspielig, aber es kommt am Ende den Unternehmen zugute. In der Schweiz bekommt heute eine Kuh mehr Geld vom Staat als ein Kind – das müssen wir ändern.

Wie steht die Schweiz im Vergleich zum Ausland da? Wer ist weiter?

In der Schweiz sind wir im Rückstand. In Amerika beispielsweise publizieren die grossen IT-Firmen mehrmals im Jahr Diversity-Berichte, aus denen das Verhältnis zwischen Frauen und Männern aber auch Ethnien und soziale Herkunft ersichtlich wird. Von 50:50 sind wir auch dort noch weit entfernt, aber man sieht eine ermutigende Tendenz. Diese Firmen sagen nicht nur, dass sie etwas verändern wollen, sondern tun auch viel dafür. Sie wollen sich an ihren Versprechen messen lassen.

Welchen Rat geben Sie Frauen, die in der IT Karriere machen wollen?

Ich würde sehr genau darauf achten, wie die Kultur im Unternehmen ist. Such dir nicht einen Job, sondern einen Chef oder eben eine Chefin aus! Jemand der empathisch ist und auf die angesprochenen Aspekte Wert legt. Wie sieht es mit Elternurlaub und flexiblen Arbeitszeiten aus? Was tweetet eine Person? Solche Dinge sind wichtig. Und im Zweifelsfall rate ich: Selbst etwas aufbauen. Wir müssen uns sowieso auf eine Zeit einstellen, in der in einem «Corporate Job» keine Sicherheit mehr garantiert ist.

Die Arbeitswelt ändert sich. Auch in der IT. Werden sich dadurch die Chancen für Frauen verändern?

Es verändert sich viel, aber wir können nicht einfach warten, wenn wir als Schweizer Volkswirtschaft dahingehend zusammenarbeiten und investieren und möglichst schnell etwas erreichen wollen. Gleichberechtigung kommt nicht von alleine, wir müssen in sie investieren. Grundsätzlich bin ich aber positiv gestimmt. Ein Beweis dafür ist die Me-Too-Bewegung. Sie zeigt, dass Frauen weltweit aufstehen und sagen: so nicht! Das ist sehr ermutigend und wird nicht einfach aufhören, auch wenn die konservativen Kräfte irgendwann zurückschlagen. Ich freue mich auf den Tag, an dem sich die öffentliche Debatte um Männerquoten und -rechte dreht. Dann werde ich die Erste sein, die ihnen zur Seite steht.

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