Rüstungskooperation für 20 Jahre

Die Schweiz und die USA wollen für Cyber-Rüstung forschen

Uhr | Aktualisiert

Der Bundesrat hat über eine Zusammenarbeit der Schweiz und mit den USA im Rüstungsbereich informiert. Die Kooperation fokussiert Forschung und Entwicklung. Denkbar ist ein Austausch in den Bereichen Cyberabwehr, Sensorik und Drohnen.

(Source: Cibi Chakravarthi/unsplash.com)
(Source: Cibi Chakravarthi/unsplash.com)

Die Schweiz und die USA haben eine Forschungskooperation im Rüstungsbereich beschlossen. Die Zusammenarbeit ermögliche einen gegenseitigen Austausch in den Bereichen Cyberabwehr, Sensoren- oder Drohnentechnik, teilt das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) auf Anfrage mit. Die Vereinbarung werde für 20 Jahre gültig sein.

Die Schweiz sei gefordert, moderne Rüstungstechnologien und aktuelle Entwicklungen zu überblicken, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Austausch mit anderen Staaten sei hilfreich, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Für die USA als Partner spreche deren international führende Stellung im Bereich der Rüstungstechnik, sagt das VBS. Die US-Amerikaner verfügten über die besten Labors in dem Forschungsbereich. Das US Air Force Research Lab habe über mehr als 5000 militärische und zivile Angestellte.

Mitarbeit von Partnerfirmen und Forschungseinrichtungen

Die Zusammenarbeit richtet sich laut VBS primär auf Radar-Sensorik und Materialien für neue Halbleitertechnologien aus. Grundsätzlich stehen aber auch Kooperationen im Bereich Cyberabwehr oder Drohnentechnik offen.

Die Vereinbarung erlaube den gegenseitigen Austausch von Personal und sehe auch den Einbezug von Partnerfirmen vor, teilt das VBS mit. Das Departement orientiere sich dabei an Unternehmen aus der Sicherheitsrelevanten Technologie- und Industriebasis. Dazu gehören beispielsweise die Frey + Cie Sicherheitstechnik AG oder die CyOne Security AG. Forschungseinrichtungen der Hochschule Luzern oder der Berner Fachhochschule für Technik und Informatik sind auf der Liste ebenfalls aufgeführt.

Auf die Frage, welche Rolle die Vorwürfe gegen Huawei in der Kooperation spielen, sagt das VBS, dass in der Vereinbarung kein Zusammenhang mit dem Telko-Ausrüster bestehe. Der chinesische Konzern steht in den USA unter starkem Beschuss, worüber Sie im Artikel “US-Justiz erhebt weitere Vorwürfe gegen Huawei” mehr erfahren. Das Schweizer Parlament setzt sich zurzeit ebenfalls mit Sicherheitsfragen rund um Huawei auseinander. Die Schweizer Politik steht Huawei grundsätzlich aber nicht negativ gegenüber.

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