Localsearch erhält wohl bald Post von der Staatsanwaltschaft
Localsearch ist wegen aggressiver Verkaufsmethoden in die Kritik geraten. Aufgrund einer unerlaubten Nutzung des offiziellen Wappens der Eidgenossenschaft droht nun weiteres Ungemach.
Local.ch und Search.ch, die Onlinesuchdienste von Localsearch, sind bei Gewerbetreibenden umstritten, da Einträge Geld kosten. Eine Kita-Betreiberin habe sich etwa darüber beschwert, dass die Kosten wegen eines "falsch abgeschlossenen Vertrags" höher seien als erwartet. Und ein Velohändler störe sich daran, dass ihm nicht gesagt werde, wie viele Personen über Local.ch seine Website finden. Localsearch habe auf Anfrage versichert, dass es sich um Missverständnisse und Einzelfälle handle, schreibt CH Media.
Tausende aktuelle und ehemalige Kunden hätten eine E-Mail mit Link erhalten. Er führe auf eine Webseite mit Bildern einer Floristin und eines Maurers, die Kunden dank Localsearch gefunden hätten. Die Fotos seien aber bloss Symbolbilder aus dem Web. Die Webseite zeige zudem das offizielle Wappen der Eidgenossenschaft mit dem Slogan "Schweizer Partner für KMU". Laut Wappengesetz darf aber nur der Bund das Kreuz auf schildförmigem Hintergrund nutzen. Die angedrohte Maximalstrafe: Fünf Jahre Gefängnis.
Eine Ausnahmebewilligung habe Localsearch nicht, sagt das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum. "Es ist schade, dass es trotz Sensibilisierungskampagnen zu solchen Verstössen kommt", zitiert CH Media David Stärkle vom Rechtsdienst. Localsearch habe das Wappen mittlerweile zwar durch ein normales Schweizer Kreuz ersetzt. Da es sich um ein Offizialdelikt handle, dürfte das Unternehmen dennoch bald Post von der Staatsanwaltschaft erhalten, heisst es im Artikel von CH Media.
Localsearch übernahm im Januar Websheep, einen Anbieter von Online-Vergleichdiensten. Mehr dazu lesen Sie hier.
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