Der Verlust grosser Kunden setzt Salt zu
Salt hat 2019 einen Gesamtumsatz von 1,023 Milliarden Franken erzielt – 2,3 Prozent weniger als 2018. Auch der Betriebsgewinn ging zurück. Beides begründet der Telko mit dem Verlust der MVNO-Kunden UPC und Coop. Eine neue Partnerschaft geht Salt dafür im 5G-Bereich ein.
Der Telekomanbieter Salt schliesst das Geschäftsjahr 2019 mit einem Gesamtumsatz von 1,023 Milliarden Franken ab. Das sind 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr, wie Salt mitteilt. Auch der EBITDA – Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen – ging um 8,6 Prozent auf 428,4 Millionen Franken zurück.
Die Rückläufigen Zahlen begründet Salt einerseits mit dem Verlust grosser MVNO-Kunden, also von Firmen, die auf dem Salt-Mobilnetz eigene Abos lancieren. So wechselte Anfang 2019 zunächst UPC seine Mobile-Kunden von Salt zu Swisscom. Wenig später zog auch Coop Mobile nach. Weiter fiel der Verkauf von Sendeanlagen an Cellnex negativ ins Gewicht, da man für ihren Gebrauch nun Miete zahlen müsse.
Salt holt Huawei ins Boot
Gut lief es dafür im Kerngeschäft des Unternehmens. Die Anzahl Postpaid-Mobilekunden nehme seit 18 Monaten laufend zu – mehr als 1,25 Millionen waren es Ende 2019. Klammere man die Verluste durch UPC, Coop und Sendeanlagen aus, hätten Gesamtumsatz und Betriebsgewinn sogar zugenommen, schreibt Salt in einer Medienmitteilung.
Im 5G-Bereich will Salt künftig eine "Strategie mit zwei Netzwerklieferanten" fahren. Wurde vor einem Jahr vor allem von Nokia gesprochen, hat sich der Telko nun auch das chinesische Unternehmen Huawei ins Boot geholt. Konkret sei man "eine Partnerschaft für die Lieferung von Teilen für die Funkzugangstechnik eingegangen", schreibt Salt. Wartung und Betrieb des Netzwerks blieben weiter in den Händen von Salt, heisst es weiter. Ebenso betont das Unternehmen, dass Zulieferanten von Netzwerkkomponenten keinen Zugriff auf die Systeme haben.
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