Kanton Basel-Stadt betreut Coronapatienten in Selbstisolation nun per App
Der Kanton Basel-Stadt lanciert eine App für Personen, die sich aufgrund des Coronavirus in Selbstquarantäne befinden. Sie soll den Kontakt zwischen den medizinischen Betreuern und den Patienten vereinfachen. Ein Contact Tracing finde damit nicht statt.
Mit der "Covid Care"-App will der Kanton Basel-Stadt die Betreuung von Covid-19-Patienten modernisieren und erleichtern. Wer sich aufgrund einer Viruserkrankung in Isolation befindet, wurde bislang regelmässig telefonisch vom kantonsärztlichen Dienst kontaktiert, wie es in einer Mitteilung heisst.
Wer sich für die App entscheidet, erhält darin eine tägliche Aufforderung, einen Gesundheitsfragebogen auszufüllen. Weiter könne der Anwender eine Kontaktaufnahme über das Feld Ansprechpartner wünschen. Auch enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten, die sich in Selbstquarantäne begeben, können die App nutzen.

Screenshots der App. (Source: Basel-Stadt)
Kein Zwang, kein Tracking
Entwickelt wurde "Covid Care" in Zusammenarbeit mit KPMG. Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger bezeichnet die App als "wichtiges und unterstützendes Hilfsmittel in der nun folgenden Zeit, in der wir uns in unserem Alltag an das Coronavirus gewöhnen müssen".
Das Verwenden der App sei freiwillig, heisst es in der Mitteilung weiter. Bei einer Infektion finde der Erstkontakt in jedem Fall telefonisch statt. Wer die App nutzen möchte, erhalte vom kantonsärztlichen Dienst persönliche Zugangsdaten.
Mit einer Contact-Tracing-App, wie sie der Bund plant, hat "Covid Care" nichts zu tun. Es seien keinerlei Tracking-Funktionen eingebaut, heisst es in der Mitteilung. Und auch das manuelle Contact Tracing – also das Ermitteln von Kontaktpersonen infizierter Personen – erfolge nicht in der App, sondern telefonisch, heisst es beim Kanton auf Anfrage.
Andere Kantone könnten nachziehen
Die App steht unter dem Namen "Covid Care Basel Stadt" für Android und iOS zum Download bereit. Basel Stadt sei schweizweit der erste Kanton, der eine solche App anbiete, schreibt KPMG in einer Mitteilung. Auf Wunsch sollen sie jedoch auch andere Kantone nutzen können.
KI-Kenntnisse fördern die Produktivität - und führen zu mehr Lohn
Help Media ernennt neuen CEO
Komplett fehlerfreies Lied soll als Trainingsdaten für KI dienen
VPN-Lücke bringt Cisco-Firewalls zum Neustart
Huawei ICT Day 2026: Digitale Infrastruktur für eine intelligente Zukunft
Vorsicht vor gefälschten Captchas
So stockt der Bund sein Informatikpersonal auf
PPDS will LED-Screens einem breiteren Publikum zugänglich machen
SpaceX stellt das "Team von KI-Kollegen" vor