IT-Panne in Grossbritannien: Tausende Polizeidokumente gelöscht
Die britische Polizei hat aufgrund eines Computerfehlers zahlreiche Datensätze verloren. Es geht um über 200'000 Festnahmeprotokolle mit DNA-Spuren und Fingerabdrücken. Ursache für den Datenverlust ist ein menschlicher Fehler während eines Routine-Updates.
Aufgrund einer IT-Panne sind zahlreiche Daten aus einem zentralen britischen Polizeirechner gelöscht worden. Es handelt sich um Festnahmeprotokolle inklusive tausender DNA-Proben und Fingerabdrücke. Die britische Tageszeitung "The Times" deckte den Fall auf und berichtete zunächst von rund 150'000 gelöschten Dateien. Gemäss der "BBC" gingen allerdings 213'000 Einträge verloren.
Das britische Innenministerium räumte einen Vorfall ein, der auf "menschliches Versagen während eines Routine-Updates" im Rahmen einer Datenbankbereinigung zurückzuführen sei. Den Behörden zufolge beziehen sich die verloren gegangenen Daten auf Personen, die verhaftet und ohne weitere Ermittlungen wieder freigelassen wurden. Doch gemäss dem Bericht der "BBC" könnten in mindestens einem Fall auch laufende Ermittlungen betroffen sein. Es gehe um das DNA-Profil eines Tatverdächtigen in Polizeigewahrsam, das wider Erwarten nicht mit den gefundenen Spuren am Tatort übereinstimme.
Das Innenministerium arbeite daran, zumindest manche der gelöschten Dateneinträge wiederherzustellen. Gemäss "The Register" deutet dies darauf hin, dass die Behörden nicht in der Lage sind, die Daten auf Basis von Back-ups wiederherzustellen.
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