"Weniger als 30 Prozent" betroffen

Sunrise UPC baut massiv Stellen ab

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von Milena Kälin und jor

Nach der Fusion von Sunrise und UPC plant das Unternehmen nun einen grossen Stellenabbau. Der genaue Umfang ist noch unklar. Ein Sozialplan ist bereits verabschiedet.

(Source: UPC)
(Source: UPC)

Seit Oktober 2020 ist bekannt, dass die beiden Unternehmen Sunrise und UPC fusionieren. Im Rahmen der Fusion plant das neue Unternehmen nun einen grossen Stellenabbau. "Sunrise UPC geht davon aus, dass die Anzahl der betroffenen Mitarbeitenden deutlich kleiner sein wird als 30 Prozent der heutigen Mitarbeitendenzahl", heisst es in der Mitteilung. Der Abbau soll bis im April andauern. Bis Ende Juni möchte Sunrise UPC seinen verbleibenden Mitarbeitenden eine klare Perspektive hinsichtlich ihrer Funktion im kombinierten Unternehmen bieten können.

Solange das Konsultationsverfahren noch läuft, könne man keine genaue Angaben über das Ausmass des Stellenabbaus machen, sagt Giorgio Pardini von der Gewerkschaft Syndicom auf Anfrage. "Ich bin zuversichtlich, dass die Annahmen stimmen - dass also tatsächlich weniger als 30 Prozent der Mitarbeitenden betroffen sein werden."

"Man kann davon ausgehen, dass vor allem die Kaderstellen und die Buchhaltung betroffen sein werden", merkt Pardini an. "Informatikstellen dürften meiner Einschätzung nach weniger tangiert werden, zumal Sunrise im Gegensatz zu UPC seine IT ausgelagert hatte."

Sozialplan gemeinsam verabschiedet

Mit der Syndicom und den beiden Mitarbeitendenvertretungen entwickelte Sunrise UPC einen Sozialplan. Dieser gelte für alle Mitarbeitenden von Sunrise und UPC exklusive der Geschäftsleitung. Betroffene Mitarbeitende möchte Sunrise UPC durch ein Outplacement-Programm unterstützen. Das kombinierte Unternehmen stellt auch einen Fonds in der Höhe von 2,5 Millionen Franken zur Verfügung. Dieser soll für individuelle Überbrückungsmassnahmen verwendet werden.

"Es ist ein guter Sozialplan", sagt Pardini von der Syndicom. Ältere Mitarbeitende hätten die Möglichkeit, sich frühzeitig pensionieren zu lassen. Und für jüngere Angestellte sollen die Outplacement-Programme eine schnelle Wiedereingliederung im Arbeitsmarkt ermöglichen.

Sunrise UPC vereinheitlicht auch die Lohnstrukturen der beiden Unternehmen. Mitarbeitende könnten zudem von einem erweiterten Vaterschaftsurlaub und flexiblen Arbeitsmodellen profitieren.

Der neue Geschäftsführer von Sunrise UPC ist André Krause, der bisherige CEO von Sunrise. Diesen Entscheid fällte Liberty Global, die Muttergesellschaft von UPC.

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