Hacker vergiftet das Trinkwasser in Florida - fast
Einem Hacker ist es gelungen, via Remotezugriff die Steuerung der Trinkwasserversorgung einer Kleinstadt Floridas zu manipulieren und die Zufuhr von Natriumhydroxid gefährlich zu erhöhen. Ein Mitarbeiter der Behörde machte die Änderung kurze Zeit später rückgängig.
Oldsmar kann von Glück im Unglück reden. Gemäss dem Portal "Bleeping Computer" gelang es einem Hacker, kurzzeitig die Wasseraufbereitung der Kleinstadt in Florida zu steuern.
Konkret erhöhte der Kriminelle die Zufuhr von Natriumhydroxid (also Natronlauge) von 100 ppm auf 11'100 Teile ppm. Die Wasserversorgungsanlagen nutzen ungefährlich geringe Mengen der Chemikalie, um den pH-Wert zu regulieren und Schwermetalle zu entfernen. In höheren Konzentrationen könne sie jedoch zu Hautreizungen und zum Zersetzen von Gewebe führen, ergänzt "Heise".
"TeamViewer" als Angriffspunkt
Laut Bleeping Computer erfolgte der Angriff über die Fernwartungssoftware "TeamViewer". Der Hacker habe 5. Februar um 08:00 Uhr eine Hintertür installiert, den Angriff jedoch erst um 13:30 Uhr ausgeführt, wie Heise unter Berufung auf die Behörden der Kleinstadt berichtet.
Ein Mitarbeiter habe live beobachten können, wie sich sein Mauszeiger bewegte, heisst es weiter. Entsprechend habe er auch schnell auf die Manipulation reagiert, die Änderung umgehend rückgängig gemacht und den Fernzugriff abgeschaltet.
Im Zuge der Coronapandemie sei es zu mehr Ransomware-Angriffe auf Spitäler und kritische Infrastrukturen gekommen, wie Interpol in einem Bericht zeigte. Es sei zu befürchten, dass die Kriminellen eine fortschrittlichere und ausgefeiltere Arbeitsweise entwickeltn, um an die Zugangsdaten von Mitarbeitern zu gelangen.
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