Studie von Red Hat

Container sollen die Karriereleiter hoch helfen

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von Kevin Fischer und san

Containern wird laufend mehr Bedeutung zugemessen. So geht aus einer Red-Hat-Studie hervor, dass viele mit der Technologie beruflich vorankommen wollen.

(Source: narvikk / iStock.com)
(Source: narvikk / iStock.com)

Das Interesse an Containern wächst. Zu diesem Schluss kommt Red Hat in einer EMEA-weiten Umfrage unter 574 IT-Profis mit technischen und geschäftsbezogenen Aufgaben. 91 Prozent der Befragten stuften Container demnach als wichtig oder von hoher Priorität ein - besonders, weil sie die Technologie als Karrieresprungbrett betrachten.

40 Prozent begründeten nämlich ihr Interesse an Containern mit dem beruflichen Vorankommen im Unternehmen. 30 Prozent gehe es vor allem darum, neue Anwendungen bereitzustellen. 19 Prozent wollen gemäss Mitteilung die Fachabteilungen besser unterstützen.

Dabei gab es aber regionale Unterschiede. In den Niederlanden hätten 46 Prozent ihre Karriere im Blick, im Nahen Osten und Afrika gar 59 Prozent. In Deutschland hingegen seien es nur 27 Prozent, so wenig wie in keiner anderen Region. Den deutschen Befragten sei der Support ihrer Fachbereichskollegen und -kolleginnen mit 31 Prozent der Nennungen wichtig.

Container-basierte Anwendungen haben in der Software-Entwicklung Priorität

Red Hat hebt in der Mitteilung auch die Antworten der Befragten hervor, die sich mit Entwicklung und Bereitstellung von Anwendungen befassen. 46 Prozent dieser Befragten sollen Container-basierte Anwendungen im nächsten Jahr als Top-Prioriät in der Software-Entwicklung ansehen.

Damit bewerten sie die Technologie für diesen Zeitraum wichtiger als die höhere Qualität, Performance und Sicherheit von Anwendungen (43 Prozent) und Stärkung von Continuous-Integration- und Continuous-Delivery-Prozessen (32 Prozent).

Doch stecke die Nutzung der neuen Technologien noch in den Kinderschuhen. 49 Prozent der Unternehmen sollen sich noch in einer Sondierungsphase befinden und nur wenige Container-Workloads im Einsatz haben. Nur 22 Prozent würden Container bereits auf breiter Front im Produktivbetrieb einsetzen. Doch ein Viertel der Unternehmen, die sich bisher nicht mit dem Thema beschäftigt haben, wollen das gemäss Mitteilung in den kommenden zwei Jahren ändern.

Hybrid Cloud treibt Container-basierte Anwendungen voran

43 Prozent der Unternehmen führen aktuell Container-basierte Anwendungen ein, die Integrationen mit internen IT-Systemen vereinfachen. Red Hat begründet das mit dem vermehrten Einsatz von Hybrid-Cloud-Modellen. Ausserdem führen die Unternehmen gemäss 35 Prozent der Antworten Anwendungen ein, um die Skalierung bestehender Lösungen zu erlauben, die bislang keinen Skalierungsmechanismus boten.

Die grössten Hindernisse bei der Einführung von Containern seien gemäss den Befragten fehlende Skills und Trainings (40 Prozent), Kosten (34 Prozent) und begrenzte personelle Ressourcen (32 Prozent). Plattformen wie Kubernetes seien deshalb entscheidend, da sie bei der Orchestrierung, Automatisierung und Verwaltung von Containern helfen.

61 Prozent der Befragten hätten auch angegeben, dass sie entsprechende Dienste einsetzen. Allerdings würden 19 Prozent diese Lösungen für zu komplex halten, um sie selbst zu implementieren.

Im März hat Google übrigens einen Managed Service für die Container-Orchestrierung von Kubernetes vorgestellt. Inwiefern dieser einen "Hands-off"-Betrieb ermöglicht, erfahren Sie hier.

Webcode
DPF8_224053

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