Informatiker fliehen aus Russland
Informatiker verlassen Russland aufgrund von Wirtschaftssanktionen. Als Gegenmassnahme sollen nun Steuererleichterungen für IT-Unternehmen kommen. Das russische Facebook will von den Massnahmen profitieren.
Aufgrund der Wirtschaftssanktionen gegen Russland und der daraus entstehenden Probleme für den IT-Sektor ist das Land mit einem Flüchtlingsstrom von Informatikern konfrontiert. In einer Pressemitteilung ruft der russische Verband für elektronische Kommunikation (RAEC) zu raschen Massnahmen auf, um das Phänomen einzudämmen. Offiziellen Schätzungen des RAEC zufolge sind bereits zwischen 50'000 und 70'000 IT-Fachleute geflohen. Weitere 100'000 könnten folgen.
Der Verband schlägt verschiedene Massnahmen vor, etwa finanzielle Hilfe bei Geschäftsverlusten. Auch die Gründung eines Forums, um die russische IT-Branche neu zu gestalten, Unterstützungsmassnahmen zu diskutieren und neue Märkte zu finden, gehört zu den Vorschlägen. Der Leiter des Ministeriums für digitale Entwicklung, Maksut Shadayev, schlug vor, bestimmte Tech-Unternehmen drei Jahre lang von der Einkommenssteuer zu befreien. Darüber hinaus werde erwogen, den Beschäftigten von Tech-Unternehmen einen Aufschub der Militärdienstpflicht zu gewähren. IT-Unternehmen könnten auch Darlehen zu günstigen Zinssätzen erhalten.
VKontakte, das beliebteste soziale Netzwerk Russlands, will offenbar von diesen verschiedenen Massnahmen profitieren. Der CEO des Unternehmens erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur TASS, dass sein Unternehmen im Rahmen von Investitionen in Audio- und Videodienste rund 1'000 IT-Fachleute einstellen wolle.
Während Russland stark unter Wirtschaftssanktionen leidet, erfährt der Schweizer IT-Markt einen kleinen Frühling. Die Pandemie scheint überwunden, fand die deutschsprachige SAP-Anwendergruppe heraus. Hier können Sie alle wichtigen Informationen der Studie nachlesen.
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