Weniger Päckli, weniger Briefe und weniger Gewinn für die Post
Die Post kämpft mit sinkenden Gewinnzahlen. Zu schaffen macht dem Unternehmen die weiterhin abnehmende Menge an Briefen und Paketen - und der rückläufige Zahlungsverkehr am Schalter. Um sich für die Zukunft zu rüsten, setzt die Post auf Kommunikationsservices.
Die Schweizerische Post vermeldet für das Geschäftsjahr 2023 einen Gewinn von 254 Millionen Franken - im Vorjahr stand noch ein Plus von 295 Millionen Franken in den Büchern. Die Post schreibt in der Mitteilung von einem "stabilen Ergebnis" und "grossen Herausforderungen".
Den Rückgang des Konzerngewinns begründet die Post mit der weiterhin sinkenden Menge an verschickten Briefen und Paketen. Die Briefmenge sei im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 geschrumpft; die Paketmenge um 4,6 Prozent. Ebenfalls rückläufig ist der Zahlungsverkehr am Schalter. Dieser sei im Jahresvergleich um 18 Prozent gesunken - und über die vergangenen fünf Jahre um 50 Prozent eingebrochen, teilt die Post mit.
"Wir blicken auf ein anspruchsvolles Jahr zurück", sagt Postchef Roberto Cirillo. Für die nahe Zukunft zeigt sich das Unternehmen dennoch zuversichtlich. "Die Post verändert sich, damit sie die physischen und digitalen Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden heute und in Zukunft bestmöglich erfüllen kann", merkt der Postchef an.
Weiter schreibt die Post, dass sie "wichtige Meilensteine" beim Aufbau ihrer Kommunikationsservices erreicht habe. Das Unternehmen betont insbesondere die erstmalige Verwendung ihres E-Voting-Systems bei Wahlen in drei Kantonen, den digitalen Anmeldeprozess für das elektronische Patientendossier und die Kommunikationsplattform ePost. Letztere nutzen einige Kantone laut Mitteilung bereits zur Übermittlung von Informationen an die Bevölkerung.
Der Konzernbereich Kommunikationsservices befinde sich weiterhin im Aufbau. Den Betriebsertrag in diesem Bereich steigerte die Post laut Mitteilung durch strategische Zukäufe in den Bereichen E-Government, sichere Kundenkommunikation und Cybersecurity. Der Betriebsertrag der Kommunikationsservices belief sich im nun abgelaufenen Geschäftsjahr auf rund 157 Millionen Franken. 2022 waren es noch 73 Millionen Franken gewesen.
Apropos: Der Nationalrat doppelt bei der Bewilligungspflicht für Post-Zukäufe nach. So soll die Post zukünftig bei Firmenübernahmen die Erlaubnis des Bundesrates einholen müssen. Mehr dazu lesen Sie hier.
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