Das Kaleidoskop der aktuellen Wirtschaftslage
Die vergangenen Monate haben das Channel-Business geprägt – aber nicht alle Marktteilnehmer auf dieselbe Weise. Für manche Systemintegratoren und IT-Dienstleister scheint sich nichts verändert zu haben. Andere wiederum beklagen eine Zurückhaltung auf Kundenseite und stornierte Projekte.
Das Channel-Business gleicht derzeit schon fast einem Kaleidoskop: Fast jeder, der hineinblickt, scheint etwas anderes zu sehen. Wie die aktuelle Channel-Befragung von Compris zeigt, nehmen Systemintegratoren und IT-Dienstleister eine deutliche Investitionszurückhaltung auf Kundenseite wahr. Mehr als jedes fünfte befragte Unternehmen sieht eine offenkundige Verunsicherung bei den Kunden. Sogar noch mehr – nämlich 26 Prozent der Befragten – gaben an, dass IT-Projekte vermehrt verschoben würden. Und 6 Prozent der Systemintegratoren und IT-Dienstleister berichteten in der Umfrage von bereits geplanten Projekten und Investitionen, die dann storniert wurden.
Demgegenüber stehen die 25 Prozent der Befragten, die noch keine (erheblichen) Auswirkungen auf die eigene Geschäftsentwicklung spüren. 14 Prozent der Systemintegratoren und IT-Dienstleister sehen die Lage sogar positiv: Durch die geänderten Rahmenbedingungen seien auch neue IT-Ansätze und Optimierungen gefragt, wie Kostentransparenz, bessere Managebarkeit und homogenere IT-Infrastruktur, heisst es in der Umfrage.
Und wann soll es wieder besser werden? Jedes vierte befragte Unternehmen erwartet bis zur zweiten Jahreshälfte 2024 eine sichtbare Verbesserung der Wirtschaftslage. Jeder fünfte Befragte rechnet damit, dass es noch bis Jahresende dauern könnte. Die Pessimisten machten etwa 10 Prozent der Umfrageteilnehmenden aus; diese Systemintegratoren und IT-Dienstleister sind der Meinung, dass es mit der langanhaltenden Wachstumsphase erst einmal vorbei sei. Die grosse Mehrheit (43 Prozent) wagt aufgrund der Unsicherheit auf Kundenseite jedoch nicht einmal, eine Einschätzung abzugeben.
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