Cablex baut im zweistelligen Bereich Stellen ab
Umsatz gesteigert, nach Deutschland expandiert - und dennoch baut die Swisscom-Tochter Cablex nun Stellen ab. Begründet wird der Stellenabbau mit dem hohen Wettbewerbsdruck im Infrastrukturbau.
Cablex baut im zweistelligen Bereich Stellen aus allen Einheiten der Firma ab. Die betroffenen Arbeitskräfte seien bereits informiert, teilte die Swisscom-Tochter gegenüber "20 Minuten" mit. Die betroffenen Mitarbeitenden würden von Worklink, einer anderen Swisscom-Tochter, bei der Stellenvermittlung unterstützt. Der genaue Zeitpunkt des Stellenabbaus ist demnach noch unklar.
Der Stellenabbau erfolgt, obwohl Cablex 2024 den Umsatz stark steigerte und sogar einen Ableger in Deutschland gründete. Auch die Muttergesellschaft Swisscom schrieb im selben Jahr einen Reingewinn von 1,54 Milliarden Franken. Als Hauptgrund für den Stellenabbau nannte ein Sprecher gegenüber dem Newsportal den hohen Preisdruck im Infrastrukturbau, ausgelöst durch grosse Konkurrenz. Als weitere Gründe würden die zunehmende Automatisierung und unsichere Wirtschaftsaussichten hinzukommen.
Die Stimmung in der Belegschaft sei "am Boden", zitiert "20 Minuten" einen Cablex-Mitarbeitenden. Demnach befürchten die Angestellten, dass der Abbau weit mehr als die kommunizierten mehreren Dutzend Personen treffen werde. "Alle fürchten sich um den Jobverlust, während das Management von Herzblut und Effizienz spricht und Statistiken erstellt." Vom Stellenabbau seien auch mehrere Mitarbeitende über 50 Jahre betroffen.
Konfrontiert mit der Frage, ob der Stellenabbau angesichts des Milliardengewinns der Swisscom nicht vermeidbar sei, verwies der Cablex-Sprecher an die Muttergesellschaft Swisscom. Deren Sprecher wiederum begründete den Schritt mit dem branchenweiten Wettbewerbsdruck. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müsse Swisscom Kosten senken und gleichzeitig jährlich 1,7 Milliarden Franken in Netze und IT investieren.
Cablex-CEO Roger Keller rechtfertigte den Schritt in einer internen Mitteilung an die Angestellten: Die Entwicklung sei "so eindeutig, dass es keine andere Möglichkeit gibt".
Übrigens: Auch Swisscom lagert aus: Der Telko plant, in den kommenden Jahren IT-Stellen ins europäische Ausland zu verlagern, um Kosten zu optimieren. Lesen Sie hier mehr dazu.
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