Studie: Zu viele Gütesiegel verwirren Konsumenten
Zwei Drittel der Internet-Nutzer surfen aus Furcht vor Datenmissbrauch an Online-Shops vorbei und kaufen am Ende das Produkt doch an der realen Ladentheke. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Mummert + Partner, Unternehmensberater für Dienstleistungsfirmen. Die Lösung sieht Mummert + Partner in einheitlichen Gütesiegeln und transparenten Datenschutzvorkehrungen. Von diversen Organisationen werden zwar Gütesiegel für Online-Shops angeboten, doch mittlerweile sei die Zahl der Zertifikate fast inflationär und der Verbraucher wisse nicht mehr, welchem Gütesiegel zu vertrauen sei, erklärte Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender von Mummert + Partner anlässlich der Veröffentlichung der Studie. Ein weiterer Ansatz, den Usern die Angst vorm Online-Einkauf zu nehmen, sind personalisierte Datenschutzstandards. Vorreiter hier ist der P3P (Platform for Privacy Preferences Project)-Standard. Dabei können User im Voraus einstellen, welche Datenschutzbedingungen eine Seite erfüllen muss. Entsprechen die Datenschutzstandards einer aufgerufenen, von P3P geprüften Seite nicht den persönlichen Anforderungen des Kunden, erscheint ein Warnmeldung. Doch auch dieses Projekt ist laut Studie von Mummert + Partner noch keine brauchbare Lösung: So lange die Datenschutzvorkehrungen für die User nicht nachvollziehbar seien, mache es für sie keinen Sinn, diese festzulegen; oft werde der P3P-Standard darum wieder abgeschaltet.
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